Baugewerbe fordert Impulse für den Wohnungsbau

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Foto: Roland Riethmüller

Die Diskussion um knappen bezahlbaren Wohnraum in Ballungsgebieten wird durch den Zustrom von Flüchtlingen weiter angeheizt. Der ursprünglich geplante Bedarf ist bereits heute schon überholt, so dass sich die Situation weiter verschärft. Das Baugewerbe fordert daher, endlich Impulse für den Wohnungsbau zu setzen. Neben steuerlichen Anreizen kann auch die richtige Bauweise eine Entspannung bringen.

Nicht zuletzt wegen des anhaltenden Flüchtlingsstroms wird in Ballungsgebieten mehr bezahlbarer Wohnraum benötigt. “Insbesondere angesichts steigender Flüchtlingszahlen sind die bisherigen Prognosen über den jährlich neu zu bauenden Bedarf von knapp 300.000 Wohnungen überholt”, erläuterte vor kurzem Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB). Gleichzeitig begrüßt Pakleppa die Ankündigung von Bundesbauministerin Barbara Hendricks zur Einführung eines steuerlichen Impulses für den Wohnungsbau mit der degressiven Afa für einen begrenzten Zeitraum bis 2019, relativiert aber gleichzeitig: “Wir bezweifeln allerdings, ob eine Befristung bis 2019 ausreichend ist.”

Zur Förderung vom sozialen Wohnungsbau und der Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum fordert der ZDB-Hauptgeschäftsführer darüber hinaus von den Ländern den zweckgebundenen Einsatz der Mittel, die aus dem Entflechtungsgesetz zur Verfügung stehen. Dabei spielt auch die Auseinandersetzung mit der Ausgestaltung eine große Rolle. “Weder die Einfachbauweise der ersten Nachkriegsjahre noch die Schließfacharchitektur der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts können die Lösung sein”, so Pakleppa. Ob dabei die Förderung von Studentenwohnungen mit 500 Euro pro Quadratmeter am Ende zu einem Anstieg des Wohnraums in Ballungsgebieten führt, sieht Pakleppa ebenfalls mit großer Skepsis und erläutert: “Wir glauben aber nicht, dass man im innerstädtischen Bereich unter Beachtung der Standards und Anforderungen im Hinblick auf Barrierefreiheit, Schall- und Brandschutz sowie energetische Standards nicht für 1.500 Euro bauen kann. In unseren Studien sind wir zu Kosten von rund 2.000 bis 2.500 Euro gekommen.” Doch das Baugewerbe bietet schon heute mit individuellen Systemlösungen und modularen Bauweisen eine flexible Antwort auf die Fragen der Wohnungsknappheit. Jetzt sei die Politik gefordert, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen.

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