Baugewerbe im Wandel: digitale Transformation als Lösung

Baugewerbe im Wandel digitale Transformation als Lösung
Foto: Roland Riethmüller

Die Rahmenbedingungen im deutschen Baugewerbe werden immer schwieriger. Aus diesem Grund soll die digitale Transformation weiter vorangetrieben werden. Das ergab eine aktuelle Studie unter 200 Unternehmen des deutschen Baugewerbes. Der „How We Build Now“-Report zeigte auch, dass viele Bauunternehmen das Thema Nachhaltigkeit erkannt haben. Trotz des Auftragsrückgangs im Wohnungsbau blicken viele Entscheidungsträger des Baugewerbes positiv in die Zukunft.

Aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen sehen sich viele Bauunternehmen gezwungen, die Digitalisierung voranzutreiben. Dies ist eines der Ergebnisse des „How We Build Now“ Baureports von Procore Technologies, der vorab bereits auf der Berliner Startup-Messe TECH IN CONSTRUCTION angekündigt wurde. Die befragten Unternehmen gaben an, dass die größte Herausforderung das Einstellen und Halten von Fachkräften sei. Weitere Herausforderungen seien die hohen Materialkosten und die Digitalisierung. Befragt wurden 200 Unternehmen der Baubranche. Um die Herausforderungen zu meistern, setzen die Unternehmen stärker auf digitale Technologien. Damit sollen Projekte effektiver umgesetzt werden. Ganz vorne liegen Baumanagementplattformen und Telematiklösungen für das Flottenmanagement. Das bestätigt, dass die Branche erkannt hat, dass sie effizienter agieren muss. Denn rund 22 Prozent der Projektzeit eines Bauvorhabens werden zur Mängelbeseitigung aufgewendet. 47 Prozent der Befragten gaben an, dass die Produktivität durch Technologie erhöht werden könnte, wenn alle Projektinformationen stets aktuell auf den Baustellen zur Verfügung stehen würden.

Viele Betriebe im Baugewerbe sind schon zukunftsorientiert

Trotz des Rückgangs im Wohnungsbau sind viele Entscheidungsträger für die Zukunft positiv gestimmt. Auf die Frage nach den Marktbedingungen in den nächsten zwölf Monaten zeigten sich 42 Prozent der Befragten zuversichtlich. Es sind vor allen Dingen die Bauträger und Projektentwickler, die optimistisch in die Zukunft blicken. Die positive Haltung liegt auch daran, dass die Baubranche die digitale Transformation erkannt hat. Rund 25 Prozent haben bereits darin investiert. 44 Prozent sehen ihren Betrieb bereits auf einem guten Weg dorthin.

Herausforderung Nachhaltigkeit und digitale Transformation

Der „How We Build Now“-Report macht auch deutlich, dass die Nachhaltigkeit mittlerweile bei vielen Bauunternehmen an Bedeutung gewinnt. Von den Befragten gaben 83 Prozent an, dass sie für die nächsten drei Jahre die Nachhaltigkeit als wichtige Herausforderung sehen. Die CO2-Emissionen werden bereits von 37 Prozent der Befragten erfasst. Für die nächsten zwölf Monate planen dies 41 Prozent. „Obwohl die Baubranche mit einigen bedeutenden und komplexen Herausforderungen zu kämpfen hat, zeigt sie sich zuversichtlich – das ist ein gutes Zeichen“, bestätigt Brandon Oliveri-O’Connor, Vice President EMEA von Procore Technologies. Auch Andreas Steyer, Product Marketing Manager für Deutschland und Mitteleuropa bei Procore Technologies, ergänzt, dass die digitale Transformation von immer mehr Unternehmen genutzt werde, um die Produktivität und Effizienz zu steigern.

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