Baugewerbe interessiert sich zunehmend für Digitalisierung

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Foto: Roland Riethmüller

Das Interesse an digitalen Themen wächst auch im Baugewerbe. Immer mehr Bauausführende testen daher Wege in die Digitalisierung. Ob BIM, Lead-Generierung oder Virtual Reality - diese Erfahrungen stellen oftmals nur einen Bruchteil des Möglichen dar. Daher ist der Austausch innerhalb vom Baugewerbe sehr wichtig und das Interesse am diesjährigen Handwerkscamp entsprechend groß.

Das Baugewerbe gilt gemeinhin als rückständig, wenn es um das Thema Digitalisierung geht. Gerade deshalb ist das Potential zur Effizienzsteigerung für die sogenannten “First Mover” enorm. Dabei ist es wichtig, dass der Veränderungswille aus dem Unternehmen heraus kommt. Dies haben immer mehr Beteiligte am Bau erkannt und testen daher neue Technologien, neue Kommunikationskanäle und neue Prozesse. Ob Drohnen, Social Media oder 3D-Betondruck - die Möglichkeiten der Digitalisierung sind vielfältig. Doch kaum ein Betrieb ist in der Lage, über alle Optionen Bescheid zu wissen.

Wissen teilen und Erfahrungen austauschen

Normalerweise gehen Menschen daher auf Konferenzen, um sich über die neuesten Erkenntnisse zu informieren. Dabei erzählen vermeintliche Spezialisten über ihre Sichtweise und die Zuschauer lassen sich mehr oder weniger berieseln. Doch ist nicht jeder einzelne ebenfalls ein Experte? Kann die Unternehmerfrau in einem SHK-Betrieb nicht selbst am besten davon berichten, wie sie durch den Einsatz von Tablets die Effizienz steigern konnte? Oder der Malermeister, der über Social Media neue Mitarbeiter gewinnt? Der Austausch und die Vernetzung innerhalb vom Baugewerbe sind heute von größter Bedeutung für den Fortbestand im Bauhandwerk.

Das Handwerkscamp ermöglicht den Austausch auf Augenhöhe

Aus diesem Grund wurde im vergangenen Jahr erstmals das Handwerkscamp veranstaltet. Es handelt sich dabei um ein Barcamp für Fachleute aus dem Bauhandwerk, was jedoch trotz des Namens nichts mit Getränken zu tun hat. Seit 2006 gibt es auch in Deutschland das Veranstaltungsformat Barcamp. Dabei stehen nicht wie bei klassischen Konferenzen die Themen schon im Vorfeld fest, sondern werden von den Teilnehmern mitgebracht. Jeder Handwerker hat die Möglichkeit, auf dieser “Un-Konferenz” von seinen Erfahrungen zu erzählen oder eine Diskussionsrunde zu starten. Auf Augenhöhe teilen die Teilnehmer ihr Wissen, so dass jeder voneinander profitieren kann.

Anmeldung für das 2. Handwerkscamp ist gestartet

Dass dieses Konzept gut funktioniert, beweist das erste Handwerkscamp im vergangenen Jahr. Rund 50 Handwerkerinnen und Handwerker aus ganz Deutschland hatten sich zusammengefunden, um ihre Themen zu besprechen. Dabei sind insgesamt 20 unterschiedliche Vorträge zusammengekommen und zahlreiche Projektideen gestartet worden. Aufgrund dieses Erfolgs findet am 17. und 18. März auch in diesem Jahr erneut ein Handwerkscamp statt. Die Anmeldung ist für Bauausführende kostenlos und wird durch Sponsoren finanziert. Tesa, LexOffice und Viessmann ermöglichen den entsprechenden Rahmen, damit die Teilnehmer sich wohl fühlen und auch am Abend in entspannter Atmosphäre networken können. Das Handwerkscamp findet in den Räumlichkeiten vom SHK-Ausbildungzentrum in Berlin statt. Die Plätze sind begehrt und Anmeldungen noch bis Anfang März möglich.

Weitere Informationen:
Was ist ein Barcamp?
Anmeldung zum Handwerkscamp

Das Video zum Handwerkscamp im vergangenen Jahr: