Baugewerbe setzt bei Auftragsakquise auf das Internet

News | Frank Kessler | 10.01.2020 Baugewerbe setzt bei Auftragsakquise auf das Internet
Foto: Roland Riethmüller

Die Mundpropaganda wird immer mehr durch das Internet verdrängt. Mittlerweile nutzt jeder zweite Dienstleister zur Auftragsakquise das Internet. Davon profitieren insbesondere die Klimatechniker und das Baugewerbe. So sind es vor allem Fachkräfte zwischen 45 und 64 Jahren, die für sich den Zug der Zeit erkannt haben und ihn aktiv nutzen. Und auch die Auftraggeber verlassen sich nicht mehr auf Mundpropaganda sondern nutzen verstärkt Online-Plattformen.

Jeder zweite Dienstleister nutzt das Internet zur Kundenfindung. Große Unterschiede gibt es vor allem zwischen dem Jahr 2019 und dem Vorjahr. Denn im Jahr 2018 war es erst jeder Dritte, der seine Kunden durch das Internet fand. In Zahlen machte das 36 Prozent aus. Im Jahr 2019 ist dieser Anteil sogar auf 45 Prozent gestiegen. Das ergab eine Umfrage der Dienstleistungsplattform ProntoPro. Befragt wurden 5.000 Anbieter. Das Ergebnis ist, dass Maler, Maurer oder Heizungstechniker verstärkt  online gesucht werden. Persönliche Empfehlungen werden immer seltener.

Handwerker über 45 Jahre sind auf der Überholspur

Die Umfrage brachte aber auch eine weitere Überraschung. Denn so sind es vor allem Fachleute im Alter von 45 bis 64 Jahre, die das Medium Internet für sich erkannt haben und aktiv zur Kundengewinnung einsetzen. Im Jahr 2018 waren es erst rund 25 Prozent. Im vergangenen Jahr nutzen bereits 50 Prozent dieser Altersgruppe das Internet. Am meisten profitieren die Handwerker davon. Rund 80 Prozent der Klimatechniker finden online ihre Kunden. Bei den Fensterprofis sind es 75 Prozent und bei den Bauunternehmen sind es rund 63 Prozent. Die Elektriker kommen auf fast 50 Prozent.

Digitalisierung beeinflusst die Auftragsakquise

Die Umfrage wurde bei 5.000 Fachleuten durchgeführt. Diese kamen aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich und der Schweiz. Es wurden die Anbieter aus den Branchen Bau, insbesondere Installateure, Elektriker, Bautischler und Maler, befragt. Diese Umfrage zeigt die Wichtigkeit des Internets, wenn es um die Auftragsakquise geht. Früher war es die Mund-zu-Mund-Propaganda, mit der die Handwerker ihre Aufträge bekamen. Die Digitalisierung macht aber auch bei der Kundengewinnung keinen Halt. Viele Verbraucher und Auftraggeber nutzen das Internet, wenn es um die Suche nach einem Fachmann geht. Dafür gibt es einschlägige Plattformen, auf denen die Kunden die Leistungen des Handwerkers nach der Arbeit bewerten können. Nichts ist schneller, als im Internet einen geeigneten Handwerker zu finden.

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