Baugewerbe testet 4-Tage-Woche als neues Arbeitszeitmodell

News , 27.11.2019 , Frank Kessler Baugewerbe testet 4-Tage-Woche als neues Arbeitszeitmodell
Foto: Fenster Knaut

Ein Geilenkirchener Handwerksbetrieb hat sein Arbeitszeitmodell auf eine 4-Tage-Woche für Monteure umgestellt. Damit geht das Familienunternehmen im Bezug auf den Fachkräftemangel ganz neue Wege. Das kommt bei den Mitarbeitern und bei den Kunden sehr gut an. Als Bewerber sind darüber hinaus auch Quereinsteiger gerne gesehen. Jeder mit handwerklichem Geschick sollte sich bei dem Tischlereibetrieb weiterentwickeln können, sofern die Lernbereitschaft vorhanden ist.

Regelmäßig ein langes Wochenende zu haben, davon träumen viele Arbeitnehmer. Das Handwerksunternehmen Fenster Knaut setzt diesen Wunsch vieler in die Tat um. Seit Sommer arbeiten die Monteure des Betriebs nur noch vier Tage in der Woche. Dieses Modell ermöglicht es den Mitarbeitern, jede Woche ein langes Wochenende zu haben. Das steigert die Motivation und die Mitarbeiter sind Montags ausgeruht und entspannt. So haben sie auch mehr Zeit für die Familie und können Termine auf Freitags verlegen.

Der Spezialist für hochwertige Fenster

Seit der Gründung im November 2003 hat sich Fenster Knaut als Spezialist für hochwertige Fenster auf dem Markt etabliert. Das Unternehmen wird gemeinsam von Meike und Stephan Knaut geführt. Ihr Augenmerk liegt insbesondere bei den Mitarbeitern. "Motivierte, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter sind unser Kapital. Sie führen die Installationen der Fenster und Türen beim Kunden durch, sind seine Ansprechpartner bei Rückfragen und beraten Interessenten in der Ausstellung". Die Einführung der 4-Tage-Woche kam nicht nur bei den Mitarbeitern sehr gut an, auch die Kunden waren von dieser Idee sehr angetan. Die Mitarbeiter stehen von Montags bis Donnerstag länger zur Verfügung und dementsprechend kann der Einbau der neuen Fenster schneller abgeschlossen werden, erklärt Stephan Knaut.

Immer an neuen Mitarbeitern interessiert

Doch um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist der Tischlereibetrieb nicht nur an innovativen Arbeitszeitmodellen interessiert. Gleichzeitig gebe man allen Bewerbern eine Chance, die sich im Unternehmen weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen zwar Handwerksgesellen, aber auch Quereinsteiger sind sehr gerne gesehen. Jeder mit handwerklichem Geschick kann sich bei Fenster Knaut weiterentwickeln, zum Beispiel zur Elektrofachkraft. Durch die Zusammenarbeit auf internationalem Gebiet gibt es zahlreiche Weiterbildungsprogramme. Wer keine Tischlerausbildung hat, kann sich trotzdem zu einem diplomierten Fensterspezialisten ausbilden lassen.

Mit unkonventionellen Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel

Um dem Fachkräftemangel entgegenwirken, sind heute unkonventionelle Maßnahmen nötig. Mit dem neuen Arbeitszeitmodell geht das Baugewerbe neue Wege, was auch eine große Anziehungskraft auf potenzielle neue Mitarbeiter haben dürfte.