Bauindustrie fordert Schaffung einer Bundesautobahngesellschaft

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Foto: R. B. / pixelio.de

Die Straßen in Deutschland sind zu einem hohen Anteil durchaus reparaturbedürftig. Dessen sind sich zwar alle bewusst, doch streitet man allzu oft über die Verantwortlichkeiten und damit verbundene Finanzierungen. Am Ende sind aber genau das die Gründe, warum nötige Baumaßnahmen immer wieder ins Stocken geraten und sich am Ende gar nichts ändert. Im Rahmen eines aktuellen Diskussionsabends des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie kam genau dieses Thema zur Sprache.

Am 11. Mai 2016 fand der parlamentarische Abend des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) statt. Hierbei war vor allem der „Perspektivenwechsel Verkehrsinfrastruktur“ ein hoch diskutiertes Thema. Dass die geplanten Investitionen in jedem Fall wichtig sind und auch verbraucht werden müssen, dessen ist man sich schon einig, um einen möglichen Investitionsstau zu vermeiden. Doch diskutierte man besonders darüber, auf welchem Weg man dies wohl am ehesten gewähren könnte.

Kompetenzen in einer Bundesautobahngesellschaft bündeln

Dabei befand man, dass die derzeit geteilten Kompetenzen von Bund und Ländern zusammengelegt werden sollten. Damit solle zukünftig eine Bundesautobahngesellschaft die Verantwortlichkeit rund um die Finanzierung der deutschen Infrastruktur tragen. Am Ende soll ein solches Konstrukt auch dabei unterstützen, einfacher, unkomplizierter und schneller zu bauen.

Großer Zuspruch von allen Seiten

Der Zuspruch zur Einführung einer Bundesautobahngesellschaft kommt nicht nur von den Parteien selbst, sondern auch von der Deutschen Bauindustrie. So hält Tim Lorenz, Geschäftsführer der EUROVIA GmbG Deutschland, fest, dass die Bundesautobahngesellschaft noch in dieser Legislaturperiode eingeführt werden müsse. Des Weiteren muss man jedoch auch die Betrachtung der Nutzersicht vorantreiben. Denn nur so kann man ein nachhaltiges Modell entwickeln, welches am Ende auch wirtschaftlich ist.

Bundesautobahngesellschaft muss im Dienste des Nutzers handeln

Lorenz dazu: „Da aktuell fast ausschließlich über Ausgestaltungsdetails diskutiert wird, gerät die Perspektive der Nutzer etwas in den Hintergrund. So entsteht der Eindruck, dass der Nutzer nur Gebührenzahler und Kostenverursacher ist. Dabei sollte der Nutzer als Kunde verstanden werden, für den Mobilität und ein effizienter Warenverkehr gewährleistet werden müssen.“ Damit steht auch fest, dass die zukünftige Bundesautobahngesellschaft verstehen muss, dass sie einem Servicegedanken zu folgen hat, dem des Nutzers nämlich.

Mit der Einführung einer Bundesautobahngesellschaft besteht eine gute Möglichkeit, das Beschaffungssystem der Bundesfernstraßenfinanzierung von der Haushalts- auf die Nutzerfinanzierung umzustellen.

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