Baukonjunktur nur mit schwachem Wachstum

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Anlässlich der Konjunktur-Prognosen des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zeichnet sich aktuell ein verhaltenes Bild ab. Dennoch gibt sich der ZDB-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein optimistisch und rechnet mit einer Umsatzerwartung im Bauhauptgewerbe vom 1,9%. Besonders positiv entwickelt sich der Wohnungsbau und Wirtschaftsbau. Der Öffentliche Bau verzeichnet dagegen einen Rückgang.

Das Baugewerbe hat die Talsohle zwar offenbar erreicht, die Baukonjunktur kommt jedoch noch nicht so recht in Fahrt. Dies zeigen die kürzlich auf der Konjunktur-Pressekonferenz des Deutschen Baugewerbes veröffentlichten Zahlen. Während die Zahl der Beschäftigten mit 710.000 fast wieder das Vorjahresniveau erreichte, wird der Gesamtumsatz im Bauhauptgewerbe auf 83,5 Mird. Euro prognostiziert, was einer Steigerung um 1,9% entspricht.

Sorgen bereitet dabei vor allem der Öffentliche Bau, dessen Umsatz trotz Zunahme der Investitionen um 2,6% im Vorjahr um 2,2% zurückgegangen ist. Dies wird vor allem darauf zurückgeführt, dass die Kommunen ihre Gelder hauptsächlich in Hochbauprojekte investieren und Investitionen in die Infrastruktur zurückfahren. Der ZDB kritisiert diese Politik als „hoch gefährlich“ und sieht die Investitionen im Tiefbau nicht einmal mehr in Höhe der Abschreibungen. „Wir leben von der Substanz!“ So Loewenstein.

Im Wohnungsbau dagegen setzt sich die bereits 2009 gestartete Erholung fort. Circa 150.000 neue Wohnungen sind 2010 entstanden und der Trend setzt sich ungebremst fort. So sind beispielsweise per Februar deutschlandweit 5.400 Wohneinheiten in Wohngebäuden mehr genehmigt worden als im Vorjahr, was einer Steigerung um 22% entspricht. Der Gesamtwert an Neu- und Umbauten von Wohngebäuden ist mit 30.000 WE so hoch wie seit fünf Jahren nicht mehr. Angesichts dieser hohen und steigenden Nachfrageentwicklung geht der ZDB von einer Umsatzsteigerung im Wohnungsbau von 4,4% in 2011 aus.

Und auch die Prognosen für den Wirtschaftsbau steigen von 2,7% auf 4% an. Bereits im Februar liegen die Baugenehmigungen um 20% über dem Vorjahreswert. Der ZDB geht von einer weiteren Steigerung der Investitionsneigung und Belebung des Wirtschaftsbaus aus.

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