Baunachwuchs kämpft um internationalen Sicherheitspreis

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BG BAU

Auch unter Beachtung aller Arbeitsschutzregeln kann gut und sicher gearbeitet werden, das zeigten rund 60 Auszubildende der Bauwirtschaft aus 15 europäischen Ländern unter Praxisbedingungen und in Echtzeit. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt Österreichs (AUVA) testeten den Baunachwuchs und hatten gemeinsam den „Internationalen Sicherheitspreis – Wir bauen Europa“ ausgeschrieben.

Weil es auf Baustellen zunehmend international zugeht, wurden im Rahmen des Sicherheitspreises alle Arbeitsteams multinational besetzt. In diesem gemischten Teams zu je sechs Personen mit unterschiedlichen Muttersprachen mussten die Teilnehmer alltägliche Aufgaben auf einer Baustelle meistern. Dazu gehörte zum Beispiel ein Fahrgerüst aufbauen, Sägeblätter für die Baustellenkreissäge wechseln, Anschlagmittel zum Transport von Bauteilen einsetzen, Stromverteiler auslegen und persönliche Schutzkleidung anlegen. Die Herausforderung bestand darin, die Verständigung trotz Sprachbarrieren lediglich mit Hilfe der ausgehängten Arbeitsbeschreibungen sowie durch Zeichen und Mimik sicherzustellen.

Ob beim Transport von Kanthölzern und Eisenstangen, der Errichtung von Gerüsten, dem Hantieren mit Leitern oder der Ladungssicherung, der angehende Baunachwuchs beherrscht die sicherheitstechnischen Grundlagen und meisterte alle Aufgaben ohne Probleme. Mit-Initiator Manfred Bandmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der BG BAU, will damit demonstrieren, dass das Risiko von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sinkt, wenn unter normalem Arbeitsdruck sachkundig gearbeitet wird. Sein Anliegen besteht darin, den Baunachwuchs gleich von Anfang an für den verantwortungsvollen Umgang mit Sicherheit und Gesundheitsschutzes zu sensibilisieren.

Wie wichtig dabei auch Prävention ist, belegen die Statistiken. Fast 191.000 Beschäftigte zwischen 15 und 25 erlitten 2008 in der gewerblichen Wirtschaft einen Arbeitsunfall, davon knapp 22.000 im Baugewerbe. Diese Zahlen sind erheblich geringer als vor den 80er Jahren, als die Präventionsmaßnahmen für Jugendliche eingeführt wurden. Auch für die österreichische AUVA ist frühzeitige Prävention zur Vermeidung von Arbeitsunfällen wichtig. So soll dem Baunachwuchs mit mehrsprachigen Hilfsmitteln bereits in der Ausbildung ein solides Basiswissen vermittelt werden.

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