Bauschaum mit Polyurethan darf wieder frei verkauft werden

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Foto: www.pu-schaum.center

Durch das Inkrafttreten der neu geregelten Chemikalien-Verbotsverordnung Ende Januar 2017 wurde auch das Selbstbedienungsverbot für den Verkauf von Polyurethan-Schaumdosen (PU-Schaumdosen) aufgehoben. Bei einer entsprechenden Auszeichnung mit dem Gefahrenhinweis H351 darf der Baustoff-Fachhandel künftig den Bauschaum mit Polyurethan wieder frei ins Verkaufsregal stellen. Damit entfällt auch die Unterweisung durch einen fachkundigen Mitarbeiter. Trotzdem bleiben die strengen  Anforderungen ans Recycling.

Der Vorsitzende des PU-Schaum-Infocenters, Rene van Diessen, begrüßt die Neuregelung und betont, dass damit ein bewährtes Produkt wieder seinen verdienten Rang bekommt. Das Produkt hätte ausgezeichnete Wärmedämmeigenschaften, so van Diessen weiter. Damit würde es einen hohen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten. Allerdings müssen für die Kunden spezielle Einweghandschuhe beim Kauf dieses Artikels zur Verfügung gestellt werden. Auch auf die korrekte Verwertung der PU-Schaumdosen muss speziell hingewiesen werden. Die Dosen gelten als Sonderabfall und dürfen weder in den Baumischcontainer, Gelben Sack, in den Restmüll oder die Weißblechsammlung. Das richtige Recycling muss über den Recyclingspezialisten PDR erfolgen. Hier werden sie bis zu 95 Prozent verwertet und somit wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt.

Der Informationspflicht gerecht werden

Die PDR bietet ein umfangreiches Informationsmaterial an. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Thurnau und bietet kostenlos die Rücknahme und das Recyclen von PU Schaumdosen an. Zur Kundeninformation haben Händler die Möglichkeit, ein Informationsplakat und und Textbausteine auf deren Seite herunterzuladen. Eine Broschüre mit Hintergrundwissen steht ebenfalls für das fachkundige Personal im Handel bereit. Ein kleiner Zeichentrickfilm gibt Aufschluss darüber, wie das Recyclen von PU-Dosen funktioniert.

Information zum Bauschaum mit Polyurethan

PU-Schaum kommt vorwiegend beim Fenster- und Türenbau zum Einsatz. Er lässt sich leicht handhaben, ist Langlebig und besitzt die besten Wärmedämmeigenschaften. Wie immer bei chemischen Stoffen sollten die Anwender bestimmte Vorsichtsmaßnahmen treffen. Haut und Augen sollten durch Schutzanzüge, Schutzbrillen und Schutzhandschuhe geschützt werden. Ein direkter Kontakt mit noch nicht ausgehärtetem Schaum sollte unbedingt vermieden werden. Außerdem muss für eine gute Entlüftung gesorgt werden. Die Dose darf weder direktem Sonnenlicht ausgesetzt noch erhitzt werden. Werden diese Vorsichtsmaßnahmen nicht beachtet, kann sich das darin befindliche Gas ausdehnen und die Dose zum Bersten bringen.

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