Bauträger sind ihren Subunternehmern treu

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Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

„Never change a running system“ heißt es gerne ganz neu-deutsch. Gemeint ist damit in der Regel, dass man einen funktionierenden Prozess eben lieber nicht ändern sollte. Die Praxis zeigt dabei immer wieder, dass sich diese Aussage durchaus bewahrheiten kann. Offenbar scheinen auch Bauträger nach diesem Prinzip zu handeln, wenn es um die Wahl ihrer Subunternehmer bei Bauleistungen geht. Zumindest zeigt dies eine aktuelle telefonische Umfrage der BauInfoConsult.

Unter 98 Bauträgern hat das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult eine telefonische Befragung durchgeführt, die sich damit beschäftigte, welche Bauleistungen Bauträger grundsätzlich selbst durchführen und welche sie wiederum an Subunternehmer abgeben. Dabei kam heraus, dass zum einen eine Vielzahl der Bauleistungen an Fremdfirmen übergeben werden. Außerdem zeigte sich, dass oftmals auch immer wieder dieselben Subunternehmer von den Bauträgern beauftragt werden.

Entscheidet sich ein Privatmensch für den Bau einer Immobilie, so beauftragt er gerne einen Bauträger mit dieser Aufgabe. Sinn dabei ist es, dass man sich selbst um nichts kümmern muss und alles in die Obhut des Bauträgers übergibt. Dass dieser aber die nötigen Arbeiten gar nicht alleine durchführt, beschäftigt den Auftraggeber erst einmal nicht. Doch haben Bauträger normalerweise tatsächlich gar nicht die Möglichkeit, alle Arbeiten eigenständig durchzuführen, denn sie können es entweder fachlich oder aber personell gar nicht. Somit werden also der Umfrage nach, in 90 Prozent der Fälle die Arbeiten an Fremdfirmen übergeben. Lediglich Arbeiten wie tragende Wände (14 Prozent), Fassaden und Innenputz (13 Prozent) sowie Arbeiten im sonstigen Innenausbau führen Bauträger selbstständig durch.

Umfangreiche Arbeiten wie Installationen von Sanitär- und Heizungsanlagen und Elektronik, aber auch der Einbau von Innentreppen sowie Maler- und Bodenbelagsarbeiten vergibt der Bauträger häufig an Subunternehmer. Wer nun glaubt, dass Bauträger ihrer Auftragsnehmer dabei breit streuen, der täuscht sich. Vielmehr zeigt die Umfrage der BauInfoConsult, dass für gewöhnlich auch bei unterschiedlichen Bauprojekten  immer wieder dieselben Subunternehmer gewählt werden. Gerade einmal jeder zehnte befragte Bauträger arbeitet mit wechselnden Partnern zusammen.

Die Vorteile solcher langfristigen Partnerschaften sind natürlich ziemlich klar, denn jede Partei weiß, worauf sie sich einlässt und was am Ende für ein Ergebnis dabei rauskommt. Wie in anderen eingespielten Teams auch, arbeitet man hier stets Hand in Hand und spart dadurch natürlich Zeit und Geld. Dies wiederum sollte am Ende auch dem Auftraggeber des Bauträgers zugute kommen. Dennoch sollte man darauf achten, dass bei so viel Routine die Qualität nicht auf der Strecke bleibt.

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