Aktuell verschieben die Herausforderungen für Deutschlands Baubranche zunehmend die Prioritäten. Eine aktuelle Branchenbefragung zeigt, welche Entwicklungen den Markt bis zum Jahr 2027 besonders stark prägen dürften. Dabei verlieren KI, BIM und nachhaltiges Bauen gegenüber akuten wirtschaftlichen Problemen an Bedeutung. Vor allem fehlendes Personal sowie hohe Material- und Baupreise könnten die Erholung bremsen. Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe zeigen die Ergebnisse, worauf es in den kommenden Jahren besonders ankommen dürfte.
Der Fachkräftemangel und die steigenden Kosten bleiben die größten Belastungsfaktoren für die Bauwirtschaft. Eine aktuelle Branchenbefragung des Düsseldorfer Marktforschungsinstituts BauInfoConsult zeigt, dass Hersteller von Baustoffen und Installationsprodukten diese beiden Entwicklungen auch mit Blick auf das Jahr 2027 als besonders prägend einschätzen. Zukunftsthemen wie künstliche Intelligenz (KI), Building Information Modeling (BIM), nachhaltiges oder serielles Bauen geraten dagegen in der Wahrnehmung deutlich ins Hintertreffen. Für die Untersuchung wurden 40 Hersteller aus unterschiedlichen Bereichen der Bau- und Installationsbranche online befragt. Dazu zählen Anbieter von Baustoffen, Werkzeugen, Ausbaumaterialien sowie Produkten für Heizung, Klima, Dach, Türen und Fenster. Besonders eindeutig fällt die Einschätzung zum Fachkräftemangel aus: 48 Prozent der Hersteller sehen darin einen der wichtigsten Trends für die Jahre 2026 und 2027. Verschärft wird die Situation durch den altersbedingten Abschied erfahrener Beschäftigter. Damit drohen den Betrieben nicht nur Arbeitskräfte, sondern auch über Jahre aufgebautes Wissen und praktische Erfahrung verloren zu gehen. Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe könnte insbesondere die Kombination aus fehlendem Personal und steigenden Materialpreisen die wirtschaftliche Erholung erschweren.
Fachkräftemangel, Baukosten und Materialpreise bleiben Risiko
Ebenso erwarten jeweils 48 Prozent der Befragten, dass die erhöhten Baukosten und Materialpreise die weitere Entwicklung der Bauwirtschaft maßgeblich bestimmen werden. Dabei hatte sich die Lage in der zweiten Jahreshälfte 2025 zunächst etwas entspannt. Inzwischen sieht BauInfoConsult jedoch wieder größere Risiken für Materialproduktion und Baulogistik. Steigende Kosten könnten damit auch die derzeitige Erholung der Baunachfrage belasten. Mit höheren Materialkosten rechnen nahezu alle untersuchten Herstellersegmente. Etwas weniger kritisch fällt die Einschätzung lediglich bei Werkzeugen und Ausbaumaterialien aus. Außerdem zeigt die Grafik der Untersuchung, wie deutlich die klassischen Belastungsfaktoren andere Bautrends überlagern. Während Fachkräftemangel, Baukosten und Materialpreise jeweils auf 48 Prozent kommen, folgen der Wohnungsmangel und KI-Anwendungen am Bau mit deutlichem Abstand (jeweils 18 Prozent). BIM und modulares Bauen erreichen jeweils 13 Prozent, nachhaltiges Bauen lediglich zehn Prozent.
KI und BIM verlieren bei Bautrends an Bedeutung
Das bedeutet allerdings nicht, dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit für die Baustoffindustrie unwichtig werden. Vielmehr trauen die befragten Unternehmen diesen Themen derzeit weniger zu, die gesamte Marktentwicklung zu bestimmen. Auch energieeffizientes, modulares und serielles Bauen sowie BIM stehen hinter den unmittelbar wirtschaftlich relevanten Herausforderungen zurück. Gleichzeitig spielen Umwelt- und Klimaschutz sowie digitale Technologien in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Hersteller weiterhin eine wichtige Rolle. Damit zeigen die Ergebnisse einen deutlichen Prioritätenwechsel in der Bauwirtschaft. Während in früheren Jahren Energieeffizienz und Nachhaltigkeit als zentrale Zukunftstrends galten, bestimmen aktuell wieder Kosten und verfügbare Arbeitskräfte die Erwartungen. Für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe dürfte deshalb entscheidend werden, wie sich Materialpreise und Fachkräftesituation entwickeln. Entscheidend ist ferner, ob technologische Lösungen künftig stärker dazu beitragen können, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit trotz knapper Personalressourcen zu sichern.


















Das Gebot der Zeit im Geschoss-Wohnhaus-Neubau ist nicht nur die Nachhaltigkeit, es ist nicht nur die Klimaneutralität, es ist nicht nur die Ressourcen-Produktivität.
Es ist vor allem die Wirtschaftlichkeit. Es muss sich rechnen.
Ein Immobillist, der Wohnungen bauen lässt, will diese durch vermieten oder verkaufen wirtschaftlich ertragreich verwerten. Denn das ist der Sinn dieser Tätigkeit.
Das muss aber nicht zwangsläufig auf Kosten der Mieter durch exorbitant hohe Mieten und Kaufpreise oder auf Kosten der Steuerzahler durch Subventionen realisiert werden.
Ein Wohnungsbau mit Mieten für jedes Einkommen und ohne Subventionen ist nur als
Lean-Design/Construction-Paket aus Konstruktion als das Was, Technologie als das Wie und Logistik in prozessorientierter Montage möglich.
Eine Kosten- und Bauzeitreduzierung entsteht vor allem durch Optimierung von Effizienz bei Ressourcen und Prozesse.
Weniger Material, weniger Bauteile, weniger Prozesse, weniger Kosten, weniger Bauzeit,
Kein Bauträger, kein Bauleiter, kein Projektentwickler, keine Ausschreibungen, keine Vergaben, keine Gewerke-Koordinierung, kein Wasser, kein Baurestmüll, Beton nur für die Gründung.
Wir lösen die Blockade des Wohnungsbaus nicht durch Subventionen, sondern durch technologische Souveränität. Wir bauen keine Häuser – wir produzieren Asset-Einheiten in einem geschlossenen, vertikal integrierten Kreislauf.
Also, Industrie 4.0 aus der Automobilfertigung wird mit Industrie 1.0 so verknüpft, dass eine völlig andere Vorgehensweise im Wohnungsbau entwickelt und als handwerklich prozessorientierte Leichtbau-Plattform-Montagebauweise umgesetzt wird.
Die Leichtbau-Plattform-Montagebauweise: Ein radikaler Paradigmenwechsel.
Weg vom klassischen Bauwesen im Wohnungsbau, hin zur industriellen Fertigung
(Product-as-a-Service).
Die Übertragung des OEM-Prinzip (Original Equipment Manufacturer) aus dem Automobilbau auf den Wohnungsbausektor.
Eine modulare Plattformstrategie, ähnlich dem modularen Querbaukasten“ (MQB) bei VW.
Das ist die Bauweise der Zukunft im Wohnungsbau und damit ein wahrhaftiger Beitrag zum Wohnungsbedarf für jedes Einkommen.