Bauwirtschaft muss sich beim eCommerce an Amazon messen

News , 23.05.2019 , Roland Riethmüller Bauwirtschaft muss sich beim eCommerce an Amazon messen
Foto: Roland Riethmüller

Das Baugewerbe kauft nach wie vor auch online lieber beim Baustoff-Fachhändler oder Hersteller. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Dabei spielen Amazon und eBay bei Online-Materialeinkäufen zwar keine Bedeutung, beeinflussen jedoch die Erwartungen an die Bau-Fachwebshops.So hält rund ein Drittel der Befragten Amazon im Bezug auf den Kundenservice sowie die Einkaufs- und Reklamationsabwicklung für das Maß aller Dinge.

Webshops für Endverbraucher spielen für Profis keine nennenswerte Rolle. Selbst große Plattformen wie Amazon oder eBay bieten da keine Ausnahme. In einer aktuellen Umfrage unter 344 Bauunternehmern, Malern, Trockenbauern, SHK-Installateuren und Dachdeckern hat das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult nachgewiesen, dass beim eCommerce im Baugewerbe die Webshops von Baustoff-Fachhändlern und Herstellern deutlich präferiert werden. Dies ist sicher auch auf das spezialisierte Sortiment zurückzuführen.

Amazon setzt den Standard bei der Kundenzufriedenheit

Doch trotzdem beeinflusst gerade Amazon das Online-Einkaufsverhalten im Deutschen Baugewerbe. Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrads und der starken Verbreitung im privaten Bereich vergleichen viele Handwerker den Leistungsumfang der Fachwebshops mit dem des Branchenprimus. So erwartet der Kunde den gleichen Kundenservice sowie Einkaufs- und Reklamationsabwicklung wie bei den Baustoff-Fachhändlern und Herstellern. Denn immerhin 31 Prozent der Befragten halt Amazon für das Maß aller Dinge im Hinblick auf die Kundenfreundlichkeit. Noch sieben Prozent loben die umstandslose und individuelle Kaufabwicklung bei der bekannten Second Hand-Plattform eBay.

Zwei strategische Optionen

Um ein vergleichbares Online-Einkaufserlebnis zu erreichen, bieten sich den Baustoff-Fachhändlern und Herstellern daher zwei strategische Optionen. Entweder sie kopieren die Funktionen von Amazon oder man versucht, mit dem US-amerikanischen Konzern in irgendeiner Art und Weise zu kooperieren.