Bauwirtschaft steht hinter der BAU 2021

News | Frank Kessler | 08.07.2020
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Foto: Roland Riethmüller

Weil einige Hersteller aus Deutschland wegen Corona abgesagt haben, unterstützen die Branchenverbände der Bauwirtschaft nun massiv die BAU 2021. Denn alle Sorge ist unbegründet. Immerhin sind bereits rund drei Viertel der 18 Messehallen fest gebucht. Auch aus dem Ausland ist die Nachfrage nach der Messe größer als je zuvor. Zwar werden staatliche Einsparungen erwartet, doch die Baukonjunktur läuft immer noch ziemlich rund.

Viele Unternehmen wünschen sich nach dem Lockdown einen Neustart und ein halbwegs normales Geschäftsleben. Sie sind der einhelligen Meinung, dass das unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygieneregeln auch möglich sei. Diese Meinung teilen auch die Bauverbände und fordern ein Festhalten an der BAU in München sowie einen kraftvollen Aufbruch im Jahr 2021. Denn trotz der Absagen von Xella, Velux, Novoferm, Schüco, Uzin Utz, BMI, Teckentrup, Rockwool und anderen spricht erstmal nichts dafür, die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme in Frage zu stellen.

Hohe Nachfrage der Aussteller und großes Interesse aus dem Ausland

Die BAU 2021 liegt voll im Plan: Die 18 Messehallen sind bereits zu drei Viertel gebucht. Große Nachfrage kommt vor allen Dingen aus dem Ausland. Verglichen mit anderen Branchen läuft es auf dem Bau noch rund. Der Bau-Boom der vergangenen Jahre sorgt immer noch für volle Auftragsbücher. Allerdings könnte sich das im Jahr 2021 leicht ändern. Denn die Baubranche ist von wirtschaftlichen Einbrüchen meist später erst betroffen. Darüber hinaus hat der Staat hat erdrückende Schuldenlast. Aus diesem Grund wird er sich wohl mit weiteren Investitionen in die Infrastruktur zurückhalten. Das gilt jedoch auch für den privaten Bereich.

Bauwirtschaft rechnet mit einem Rückgang noch in diesem Jahr

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) erwartet noch in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang aufgrund der Corona-Pandemie. Der Export ist schon jetzt deutlich eingebrochen. Das betrifft insbesondere die Länder Spanien, Frankreich und die USA. Trotzdem stärken führende Branchenvertreter der BAU den Rücken. Wie in den vergangenen Jahren auch, könnte die BAU 2021 trotz der Corona-Krise für eine Aufbruchstimmung sorgen. "Für die BAU sagen wir Daumen hoch! Wir möchten unser seit Jahren eingeführtes Branchentreffen durchführen und werden begeistert daran teilnehmen”, erklärt Günter Jösch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Bausysteme. “Wir werden mit Sicherheit die eine oder andere Änderung haben, aber ich denke, man muss es positiv sehen, und falls uns nicht eine zweite Corona-Welle komplett niederwalzt, werden wir mit Sicherheit eine erfolgreiche Messe haben." Viele andere Veranstaltungsteilnehmer sehen das genauso. "Wir sollten die BAU 2021 kraftvoll angehen, denn ich denke, dies ist ein Signal für die gesamte Baubranche," betont Christian Hoffmann, die Leiterin der Rationalisierungsgemeinschaft Bauwesen im RKW. Ähnlich äußerten sich auch die anderen Teilnehmer der BAU 2021.

BAU 2021 gibt positive Impulse für die Baukonjunktur

Die hohe Nachfrage der Aussteller und das große Interesse aus dem Ausland bestätigen, dass die BAU 2021 immer noch auf Kurs ist. Schließlich sind bereits rund 80 Prozent der Ausstellungsfläche vergeben, was dem Niveau von vor zwei Jahren gleich kommt. Aufgrund der sehr guten Buchungslage steht einer BAU 2021 vom 11. bis 16. Januar 2021 in München folglich nichts im Wege. Um die Aussteller zu unterstützen, gibt es zusätzlich einen Corona-Bonus von 15 Prozent für weitere Besucherwerbung.

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