Bauwirtschaft verliert Schwung

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Foto: Roland Riethmüller

Nachdem uns das neue Jahr schon wieder komplett im Griff hat, lohnt es sich, die Zahlen des Jahres 2014 einmal genauer zu betrachten. Dabei wird jedoch leider auch deutlich, dass die Bauwirtschaft einige Rückschläge zu verzeichnen hatte und längst an dem noch im Jahr 2013 vorhandenen Schwung verloren hat. Dennoch ist es vor allem der Wohnungsbau, der dafür sorgt, dass die Bauwirtschaft immer noch verhältnismäßig gut dasteht.

In den letzten Jahren konnte sich die Bauwirtschaft einer positiven Entwicklung erfreuen und dabei einigen Branchen durchaus den Rang ablaufen. Doch fängt sich das Bild ein wenig an, sich zu trüben. Denn das Bauhauptgewerbe muss sich eingestehen, dass es im November 2014 einiges an Schwung verloren hat.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie belegt in seinen neusten Zahlen, dass der Auftragseingang im November 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um nominal 7,4 Prozent (real: -8,5 Prozent) gesunken ist. Dies bedeutet ebenfalls, dass keinerlei Auftragspuffer mehr vorhanden sind. Aber auch gesamtheitlich war die Entwicklung der Auftragseingänge von Januar 2014 bis November 2014 nicht die beste. So lag sie um nominal 0,2 Prozent (real: -1,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei lässt sich also auch ableiten, dass es auch beim Umsatz Einbußen gegeben hat. Im November immerhin nominal 1,3 Prozent weniger. Doch konnte das positive erste Halbjahr 2014 dieses Ergebnis abfangen und immer noch zu einem Plus von fünf Prozent zu 2013 verhelfen.

Bei dieser Entwicklung ist es wohl vor allem der Wohnungsbau, der eine positive Auswirkung hat. Denn hier ist die Bautätigkeit anhaltend ungebrochen. So stieg die Nachfrage allein im November 2014 um 5,4 Prozent und der Umsatz lag um 1,4 Prozent über Vorjahresniveau. Leider brachte der Öffentliche Bau und Wirtschaftsbau dagegen ein Order- und Umsatzminus mit sich. Im Öffentlichen Bau sind es sogar 7,8 Prozent Auftragsrückgang und 2,6 Prozent Umsatzeinbruch.

Noch schlechter ist es um den Wirtschaftsbau bestellt. Hier liegt der Rückgang des Auftragseingangs sogar bei 12,1 Prozent. Doch lässt sich dies auf einen statistischen Basiseffekt zurückführen. Bewertet wurden bei diesen Zahlen Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten.

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