Bauwirtschaft zuversichtlich: fast 19.000 weitere Beschäftigte

Bauwirtschaft zuversichtlich: fast 19.000 weitere Beschäftigte
Foto: Roland Riethmüller

Das Bauhauptgewerbe zählte im Jahr 2021 deutlich mehr Beschäftigte als noch im Vorjahr. Das liegt auch an der Zuversicht, die die Bauwirtschaft ausstrahlt. Dennoch hat der Förderstopp bei den KfW-Programmen seine negative Wirkung nicht verfehlt. Laut den Daten des Statistischen Bundesamts sind die Umsätze aber trotzdem leicht angestiegen. Die gute Auftragslage setzte sich auch im Dezember 2021 fort. Für das Jahr 2022 sieht man deshalb positiv in die Zukunft.

Die Baukonjunktur hat sich auch im Jahr 2021 gut entwickelt und zu einem weiteren Kapazitätsaufbau im Bauhauptgewerbe geführt. “Wir haben wie im Vorjahr wieder deutlich Beschäftigte hinzugewonnen und die eigene Prognose übertroffen”, freut sich Felix Pakleppa, der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB). Laut den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes stiegen die Beschäftigungszahlen am Bau auf 911.418 Fachkräfte, was einem Anstieg von rund 18.800 Mitarbeitern entspricht. „Das ist deutlich mehr, als wir erwartet haben“, erklärt Tim-Oliver Müller, der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB). Denn die gestiegenen Beschäftigungszahlen am Bau verdeutlichen auch die Zuversicht, die aktuell von der Baubranche ausgeht. Das wiederum hätte dazu beigetragen, dass es im Baugewerbe wieder mehr Mitarbeiter gäbe als noch im Vorjahr.

Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft besonders wichtig

Weiter betont Pakleppa, dass es besonders wichtig sei, dass die Bauwirtschaft von verlässlichen Rahmenbedingungen ausgehen könne. Der Förderstopp der KfW habe das Vertrauen zerstört und die Bauunternehmen, die sich mit dem Bau klimaeffizienter Gebäude beschäftigen, berichten von Auftragseinbrüchen. Es bedürfe mehr Klarheit über die Förderpolitik und deren Fortsetzung. Die Klimawende werde auf den Baustellen entschieden.

Leichtes Umsatzwachstum trotz Preissteigerung

Trotzdem lagen die Umsätze im Jahr 2021 laut Angaben des Statistischen Bundesamts bei 144,8 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung von nominal 1,2 Prozent gegenüber dem Ergebnis aus dem Jahr 2020. Die Preisentwicklung lag bei sieben Prozent, sodass dies einen Umsatzrückgang von sechs Prozent ergibt. Bei wichtigen Baustoffen mussten Preissteigerungen von 30 Prozent bis 60 Prozent hingenommen werden. Diese Preissteigerungen haben zu einem großen Anstieg der Preise für Leistungen im Bauhauptgewerbe geführt. Im vergangenen Jahr 2021 hat der Wirtschaftsbau mit einem nominalen Umsatzplus von 2,3 Prozent abgeschnitten. Beim Wohnungsbau waren es nominal rund zwei Prozent über dem Vorjahresniveau. Für 2022 zeichnet sich eine gute Basis ab.

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