Bei Fehlerkosten dominiert Nichtwohnungsbau

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Foto: Roland Riethmüller

Viele Bauprojekte in Deutschland sind geprägt von hohen Fehlerkosten. Dies liegt im wesentlichen an den komplexen Arbeitsschritten und der steigenden Anzahl an Beteiligten. Doch Fehlerkosten entstehen nicht nur bei großen Projekten wie BER und der Elbphilharmonie, sondern auch im Wohnungsbau und bei der Sanierung. In welchen Bausegmenten genau Architekten die höchsten Fehlerkosten erwarten, das hat das Markforschungsinstitut BauInfoConsult kürzlich ermittelt.

Das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut BauInfoConsult hat im Rahmen der Jahresanalyse 541 Architekten und Bauausführende nach Ihrer Schätzung zu den Fehlerkosten deutscher Bauvorhaben befragt. Rund elf Prozent schätzen die Befragten, was einer Gesamtsumme von 10,5 Milliarden Euro an Fehlerkosten in Deutschland entspricht. Doch wie kann es zu einer so gewaltigen Zahl kommen? Die Vermutung ist ganz einfach: Viele Köche verderben den Brei, sagt ein altes Sprichwort. Da Bauprojekte immer umfangreicher werden und vom Planer bis zum Subunternehmer immer mehr Beteiligte daran arbeiten, sind Fehler durch unzureichende Planung und Bauausführung quasi unvermeidbar. Dies bedingt höhere Fehlerkosten gerade bei größeren Bauvorhaben. Doch in welchen Bausegmenten genau die Architekten die größten Fehlerkosten erwarten, das wollte das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult von 156 Architekten wissen.

Demnach sieht fast die Hälfte der befragten Architekten die größten Fehlerkosten bei Neubauten im Nichtwohnungsbau. Mit 38 Prozent sehen über einem Drittel die Sanierung von Nichtwohnungsbauten an zweiter Stelle mit den höchsten Fehlerkosten. Etwas abgeschlagen folgt der Neubau von Wohnungsbauten mit 29 Prozent und die Sanierung mit 24 Prozent.

Auch wenn die absolute Schätzung der Fehlerkosten recht hoch ist, so ist seit zehn Jahren ein deutlicher Trend zu einer höheren Qualität am Bau zu bemerken. Dies liegt wohl auch daran, dass die Bauausführung immer stärker überwacht wird. Dadurch werden jedoch auch mehr Fehler rechtzeitig erkannt und beseitigt, was wiederum die Fehlerkosten negativ beeinflusst.

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