Berlin und Hamburg finden Handwerker im Internet

News | Roland Riethmüller | 16.02.2015
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Die Suche nach dem geeigneten Handwerker verlagert sich zusehends in das Internet. Das hat eine Studie der Auftragsbörse MyHammer ihrer bundesweit 500.000 Ausschreibungen ergeben. Vor allem in Berlin und Hamburg finden die Verbraucher ihre Auftragnehmer im Internet. Bundesweit gibt es ein Ost-West-Gefälle, was auch auf den mangelnden Ausbau des Breitbandnetzes im Osten zurückzuführen ist.

Kunden von Handwerkerleistungen recherchieren vor der Beauftragung immer öfter im Internet über Handwerksbetriebe. Das zeigt eine Studie der Auftragsbörse MyHammer. Zwar finden im Schnitt über die Hälfte der Auftraggeber ihre Dienstleister im Internet, doch ist Online nicht pauschal bedeutender als klassische Printformate als Informationsquelle. Vor allem in Berlin und Hamburg finden besonders viele Kunden ihre Handwerker über das Internet. Das ergab eine Auswertung von bundesweit über 500.000 Online-Ausschreibungen, die 2014 auf MyHammer veröffentlicht wurden. Dabei wurden die Ausschreibungen in Regionen eingeteilt und ins Verhältnis zu den gemeldeten Haushalten gesetzt.

Im Vergleich zum gesamtdeutschen Mittelwert suchen und finden die Berliner rund 134 Prozent öfter ihre Handwerker im Internet. In Hamburg sind es 80 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt und auch in Brandenburg (+21 Prozent), Hessen (+14 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (+11 Prozent) liegt der Wert über dem Durchschnitt.

Im Gegensatz dazu finden die Thüringer um 66 Prozent seltener ihre Handwerker über das Internet. Auch in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt suchen 47 bis 55 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt ihren Handwerker online. Damit wird bis auf die Region um Berlin und Teilen Brandenburgs in Ostdeutschland etwa die Hälfte seltener der Handwerker im Internet gesucht und gefunden als in Westdeutschland.

Gesucht werden mit 10,6 Prozent primär Umzugs- und Transportunternehmen. Doch auch Malerleistungen werden mit 9,9 Prozent stark nachgefragt, gefolgt von der Kategorie „Maurer, Beton, Fugen, Estrich“ mit 7,2 Prozent. Anschließend folgen „Sanitär, Heizung, Klima“ mit sieben Prozent und Garten-/Landschaftsarbeiten mit 6,8 Prozent.

MyHammer-Vorstand Claudia Frese erklärt sich das Ost-West-Gefälle vor allem durch die prozentual schwächere Online-Affinität  in den neuen Bundesländern und den mangelnden Ausbau der Breitbandversorgung. Lediglich Berlin zeigt sich digital offen. „Hier hat sich, bedingt durch viele Zuzüge, eine breite, internetaffine Bevölkerungsschicht entwickelt, die sehr offen für Angebote und Dienstleistungen aus dem Netz ist“, freut sich Frese.

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