Die Bauwirtschaft in Deutschland steht weiter unter Druck. Hohe Kosten, lange Bauzeiten und Fachkräftemangel bremsen die Bautätigkeit aus. Vor diesem Hintergrund gewinnt der Ansatz der industriellen Vorfertigung mit Fertigbauteilen zunehmend an Bedeutung. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei im Seriellen Bauen vor allem Fertigteile aus Beton eine dominierende Rolle einnehmen, sowohl in der Gegenwart als auch mit Blick auf zukünftige Entwicklungen.
Die Vorteile der industriellen Vorfertigung im Seriellen Bauen liegen auf der Hand: höhere Effizienz, bessere Kalkulierbarkeit und kürzere Bauzeiten. Dabei setzen moderne Bauprojekte zunehmend auf 2D-Prefab-Elemente wie vormontierte Wände, Decken und Böden. Besonders in der Rohbauerstellung haben sich Fertigteile fest etabliert. Dabei hat sich Beton als bevorzugter Baustoff durchgesetzt, sowohl bei Fassade und Wand als auch im Tragwerk. Laut dem aktuellen Prefab-Monitor 2025 von dem Düsseldorfer Marktforschungsinstitut BauInfoConsult sind 55 Prozent der befragten Bauunternehmen überzeugt, dass Beton auch in Zukunft führend bleibt. Holz rangiert mit 30 Prozent abgeschlagen auf Platz zwei. Die Erhebung basiert auf 500 Interviews mit Experten aus Architektur, Bauausführung sowie dem Elektro- und SHK-Bereich.
Prefab-Trends: Beton führt – Holz bleibt Herausforderer
Im Materialvergleich zeigt sich eine klare Tendenz: Beton dominiert aktuell nicht nur bei paneelisierten Systemen, sondern auch bei modularen Bauelementen. Dabei verweist BauInfoConsult auf ein wachsendes Marktinteresse für modulare Bauweisen, die allerdings in Deutschland noch ein Nischendasein führen. Doch auch hier ist Beton klar tonangebend. In anderen europäischen Märkten wie Großbritannien oder den Niederlanden verschiebt sich das Bild. Dort liegt Holz im Modularbau bereits vorn – ein Signal, das auch in Deutschland aufmerksam verfolgt werden dürfte.
Industrielle Vorfertigung soll strukturelle Bauprobleme lösen
„Die Bauproduktion hinkt dem Bedarf dramatisch hinterher – nicht nur, aber auch wegen der langwierigen und teuren Bauprozesse“, so ein zentrales Fazit der Studie. Die industrielle Vorfertigung von Bauelementen wird deshalb zunehmend als Antwort auf die strukturellen Probleme der Branche verstanden. Insbesondere größere Projekte und standardisierbare Gebäudetypen bieten ideale Einsatzfelder für den Fertigteilbau. Allerdings bestehen weiterhin Herausforderungen wie Transportlogistik und individuelle Planung.
Prefab-Monitor bietet strategische Orientierung für Bauakteure
Für Marktteilnehmer in der Bauwirtschaft sind belastbare Daten und Entwicklungen zum Thema Prefab ein strategischer Vorteil. Der Prefab-Monitor 2025 liefert detaillierte Einblicke, von Marktpotenzialen über Materialtrends bis hin zur Zusammenarbeit mit Herstellern. Wer zukünftige Bauprozesse effizienter gestalten will, kommt an industriellen Lösungen wie dem Betonfertigteilbau kaum vorbei.


















Fertigteildecken können auch mit Verdrängungskörpern kombiniert werden: Das spart auch Zeit weil die Bodenplatte mit den anbetonierten Hohlkörpern wird vor Ort fertig betoniert. Dadurch können lichte Weiten von bis zu 16 m schlaff bewehrt und sogar bi 10 m (wenn mit Vorspanntechnik kombiniet) realisiert werden. Und viel Zeit gespart. Die Kombination mit Hohlkörpern ermöglicht es Fertigteilwerken Lösungen anzubieten die bisher nicht möglich waren. Wegen der Betonersparnis wird so nebenbei auch Zement und viel CO2 gespart. Beides Argumente welche die Betonbranche dringend kommunizieren sollte um den schwarzen Peter als CO2 Produzent loszuwerden. Der Hinweis auf zukünftige Lösugen wo Beton CO2 sparen wird reicht langsam nicht mehr aus.
Wie war. Leider glauben viele nicht daran