BIM-Daten helfen bei Materialmangel und Rohstoffknappheit

BIM-Daten helfen bei Materialmangel und Rohstoffknappheit
Foto: Roland Riethmüller

Nie war das Thema Digitalisierung so präsent wie heute. Vor allem BIM-Daten sind in Zeiten von Materialmangel und Rohstoffknappheit wichtiger denn je. Leider ist die Digitalisierung noch immer nicht überall im Baugewerbe angekommen. Dabei ist die digitale Präsenz für die Bauunternehmen wichtig, denn Trends und Bauweisen entwickeln sich kontinuierlich weiter. Der Bedarf an Daten steigt außerdem mit der Größe des Planungsprozesses.

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. Für die Bauindustrie ergeben sich dadurch große Chancen. Noch allerdings hinkt laut dem BIM-Experten Matthias Uhl der Digitalisierungsgrad der Bauindustrie in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße anderen Branchen hinterher. „BIM stellt eine der größten Chancen der letzten Jahrzehnte dar”, erklärt Uhl begeistert. “Vom Entwurf bis hin zum Betrieb des Bauwerks lassen sich Prozesse und Schritte effizienter, günstiger und transparenter abbilden. Doch dafür müssen Baustoffhersteller ihre Daten jetzt digital aufbereiten und bereitstellen.“ Mit BIM & More Orchestra hat Uhl eine entsprechende BIM-Lösung für Hersteller entwickelt.

BIM-Daten und Digitalisierung sind auf dem Vormarsch

Der Digitalisierungsgrad ist bei den großen Bau- und Immobilienunternehmen deutlich angewachsen. Drees & Sommer, Goldbeck oder ZECH bilden den größten Anteil des Planungsvolumens. In der Zwischenzeit ist der Digitalisierungsgrad in diesen Unternehmen so stark gestiegen, dass sie sogar auf digitale Produkte angewiesen sind. Besonders jetzt in Zeiten von Lieferengpässen ist die digitale Sichtbarkeit sehr wichtig. Durch die Digitalisierung werden zunehmend Trends und Bauweisen entwickelt, denn viele wichtige Ideen entstammen der Digitalisierung. Wer an diesem Megatrend teilhaben will, muss digital präsent sein. BIM-Daten sind heute wichtiger denn je, denn die Anforderungen an die Planungsprozesse werden immer komplexer. „Blicken wir exemplarisch auf den Megatrend Nachhaltigkeit am Beispiel des Building Circularity Passports im Koalitionsvertrag“, nennt Uhl ein anderes Beispiel aus dem Klimaschutz. Die Bundesregierung hat das Thema Kreislaufwirtschaft im Koalitionsvertrag fest verankert. Zwar gibt es noch keine entsprechenden Gesetze, aber es wird nicht mehr lange dauern, bis diese kommen. Unabhängig davon wollen einige Kommunen schon jetzt für ihre Neubauten den Building Circularity Passport einführen.

Rohstoffknappheit und Materialmangel – Die Daten werden immer komplexer

Es gibt einen weiteren Grund für die notwendige Bereitstellung der BIM-Daten. Der Planungsprozess wird immer intensiver. Die Architekten und Planer sind deshalb offen für die Ideen der Industrie. Heute spielen die Nachweise in puncto Kreislaufwirtschaft eine große Rolle. Das erfordert ein hohes Maß an Datenmengen. Es ist ebenfalls ein Grund, warum die Daten digital bereitstehen müssen und nicht nur wegen Rohstoffknappheit und Materialmangel. Kurzum: Nie waren die BIM-Daten wichtiger denn je.

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