BIM-fähig und produktiv: Neuer Baustellenroboter von Hilti

News | Frank Kessler | 02.11.2020
BIM-fähig und produktiv: Neuer Baustellenroboter von Hilti
Foto: Hilti

Der liechtensteinischer Werkzeughersteller Hilti präsentiert zum ersten Mal seinen semi-autonomen, mobilen Baustellenroboter für Deckenbohrungen. "Jaibot" führt seine übertragenen Arbeiten auf der Grundlage von BIM aus. Er kann selbstständig Löcher bohren und Markierungen für die diversen Gewerke vornehmen. Damit soll nicht nur die Sicherheit auf den Baustellen gesteigert werden, sondern auch die Produktivität. Gleichzeitig soll damit auch dem Fachkräftemangel begegnet werden.

Mit dem neuen Baustellenroboter “Jaibot” geht das Unternehmen Hilti einen wichtigen Schritt in Richtung der digitalen Baustelle. Er kann akkurat und selbstständig Innenräume ausrichten, Löcher bohren und diese für die Gewerke markieren. Dabei kommt er besonders bei Installationsarbeiten im Heizungs-, Klima- und Lüftungsbau zum Einsatz. Jaibot ist kabellos und einfach zu bedienen. Expertenkenntnisse sind nicht notwendig.“Die Produktivität der Bauindustrie hinkt seit Jahren anderen Branchen hinterher”, warnt Jahangir Doongaji, Mitglied der Konzernleitung der Hilti Gruppe. “Der Margendruck und der bereits jetzt spürbare Fachkräftemangel in der Baubranche machen es immer schwieriger, diesen Rückstand aufzuholen". Weiterhin betont Doongaji, dass sich hier eine einmalige Chance bieten würde, dies zu kompensieren. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Kunden und Jaibot wird schließlich mehr Effizienz auf der Baustelle erreicht.

Der Paradigmenwechsel auf den Baustellen hat bereits begonnen

Vor allem die Bauindustrie hat mit alltäglichen Zeit- und Budgetüberschreitungen zu kämpfen. Einen deutlichen Produktionsgewinn verspricht man sich durch die digitale Baustelle mit Hilfe der Nutzung von Building Information Modeling (BIM) und innovativer Roboterlösungen. Das trägt dazu bei, dass der Bauprozess bei gleichbleibender Ausführungsqualität beschleunigt wird und mehr Transparenz bietet. Dadurch wird der Baufortschritt direkt ins Projektbüro übertragen und potenzielle Konflikte zwischen den Gewerken können frühzeitig erkannt und reduziert werden. Die Innovation leistet seinen Beitrag dafür, dass die Bauprojekte im geplanten zeitlichen Kosten- und Zeitrahmen bleiben.

Entlastung für die Baustellenarbeiter durch den Baustellenroboter von Hilti

In besonderem Fokus bei dem Thema Baustellenroboter stand auch die Entlastung der Bauarbeiter. Denn der Roboter kann die Handwerker vor allem bei sich wiederholenden Schritten und körperlichen Arbeiten unterstützen. Das trifft besonders auf die Bereiche Heizung, Klima und Lüftung zu, da hier bei der Installation viele Löcher gebohrt werden müssen. Über einer Fernsteuerung durch den Bauarbeiter führt der Roboter seine in seiner Reichweite liegenden Aufträge automatisch aus. Referenziert wird Jaibot von der Robotik Totalstation PLT 300. Die größten belastenden Arbeiten auf einer Baustelle sind die Überkopfarbeiten, resümiert Julia Zanona, Produktmanagerin für den Bereich Robotics. Wichtig sei es deshalb gewesen, eine Lösung zu finden, die dem Kunden dort zur Seite steht, wo es notwendig ist. An der Seite eines Installationsteams kann der Roboter diese anstrengenden und ermüdenden Aufgaben übernehmen.

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