Blue Concrete: Neuer Standard für nachhaltiges Bauen

Foto: Goldbeck Rhomberg

Mit dem Bau eines neuen Logistikzentrums in Österreich setzt das Bauunternehmen Goldbeck Rhomberg ein Zeichen für nachhaltiges Bauen, ohne dabei wirtschaftliche Aspekte aus den Augen zu verlieren. Denn erstmals kommt mit Blue Concrete ein Beton zum Einsatz, der rund 35 Prozent weniger CO2-Emissionen verursacht als herkömmlich produzierter Beton. Kombiniert mit einer systematisierten Bauweise sorgt dieses Leuchtturmprojekt für Effizienz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Das setzt neue Maßstäbe für umweltfreundliches und wirtschaftliches Bauen. 

Beim Bau des neuen Logistik- und IT-Centers des Logistikunternehmens Gebrüder Weiss im österreichischen Wolfurt geht das Bauunternehmen Goldbeck Rhomberg neue Wege. Insgesamt umfasst das Bauvorhaben ein automatisiertes Hochregallager mit 68.000 Palettenplätzen, ein manuelles Lager sowie ein Bürogebäude für 350 Mitarbeiter. Dabei setzt der Neubau zahlreiche Nachhaltigkeitsmaßnahmen um, darunter eine DGNB-Gold Zertifizierung, Photovoltaikanlagen, Dachbegrünungen und Elektroladestationen. Besonders hervorzuheben ist jedoch der erstmalige Einsatz des emissionsarmen Blue Concrete, der die Umweltbelastung in der Bauwirtschaft erheblich reduziert.

Nachhaltiger Beton mit reduziertem CO2-Ausstoß

Die CO2-Emissionen in der Betonproduktion entstehen vor allem durch die Herstellung von Zement. Dieser macht zwar nur 15 Prozent der Betonmischung aus, ist jedoch für 80 Prozent der Emissionen verantwortlich. Goldbeck Rhomberg setzt genau hier an: Durch eine optimierte Materialzusammensetzung und innovative Produktionsverfahren konnte der Zementanteil reduziert werden. Ein besonderer Fortschritt wurde durch die energetische Vorbehandlung der Zementsuspension mittels Ultraschall erzielt, wodurch die CO2-Emissionen um rund 35 Prozent gesenkt werden konnten. Trotz dieser umweltfreundlichen Optimierungen bleibt der Preis von Blue Concrete allerdings auf dem Niveau herkömmlicher Betonelemente, was den Einsatz wirtschaftlich attraktiv macht.

Systematisierte Bauweise für mehr Effizienz

Neben dem innovativen Baustoff setzt Goldbeck Rhomberg auf eine systematisierte Bauweise. Die Bauteile werden in eigenen Werken vorproduziert und anschließend auf der Baustelle passgenau montiert. Diese Methode erhöht nicht nur die Kosten- und Terminsicherheit, sondern spart auch wertvolle Ressourcen ein. Das Bauunternehmen demonstriert damit, wie sich Effizienz und Nachhaltigkeit in der Praxis kombinieren lassen.

Verknüpfung von Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz

Das Bauprojekt in Wolfurt zeigt, dass sich nachhaltiges Bauen und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen müssen. Goldbeck Rhomberg nutzt Blue Concrete gezielt für das Bürogebäude des Logistikzentrums und setzt damit ein deutliches Zeichen für die Zukunft des Bauens. Auch Gebrüder Weiss profitiert von der nachhaltigen Bauweise: Der Standort nähe des Güterbahnhofs Wolfurt ermöglicht eine effizientere Verkehrsverlagerung auf die Schiene, wodurch Transportwege verkürzt und CO2-Emissionen weiter reduziert werden. Damit könnte das Projekt Vorbildcharakter für die gesamte Bauwirtschaft haben. Der Einsatz emissionsarmer Baustoffe in Kombination mit einer optimierten Bauweise zeigt, dass nachhaltiges Bauen nicht nur möglich, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

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