Bohrmaschinen und Elektrowerkzeuge nur noch für Profis

News | Frank Kessler | 28.03.2011 Bild zu: Bohrmaschinen und Elektrowerkzeuge nur noch für Profis
Metabo

Im Herzen Baden Württenbergs brodelt es nicht nur politisch. Der Weltmarktführer für Elektrowerkzeug Bosch Power Tools mit drei Milliarden Euro Umsatz ist in Leinfelden zu Hause. Der Spezialanbieter Festool in Wendlingen sowie Metabo in Nürtingen sind nur ein paar Kilometer voneinander entfernt. Der starke Vertrieb von Bosch hat in den letzten Jahren immer mehr Druck auf den Wettbewerb im Profisegement ausgeübt. Jetzt schlägt Metabo neue Töne an. "Wir waren die Kleinsten unter den Großen. Das konnte nicht gut gehen", sagt Metabo-Chef Horst Garbrecht.

Metabo setzt bei der Markenpoltik nun auf professionelle Kunden aus Handwerk und Industrie. Dem Bauhandwerk soll qualitativ hochwertige Speziallösungen präsentiert werden. "Wir werden kein Gerät mehr für Heimwerker entwickeln", sagt Garbrecht. Die Trennung in zwei Linien oder der Aufbau einer Zweitmarke, wie es der fast zehnmal größere Konkurrent Bosch macht, überfordere die Kraft des Mittelständlers. Fast 90 % des Umsatzes trägt der Fachhandel, so dass der Rückzug aus dem Baumarkt beschlossene Sache ist.

Der dritte im Bunde die Marke Festool konzentriert sich schon länger erfolgreich auf das professionelle Handwerk. Metabo zielt jetzt auf die Profikunden der "blauen Linie" von Bosch. "Wir gehen bei den Bedürfnissen unserer Kunden noch mehr in die Tiefe", sagt Garbrecht: "Da kommen die Großen gar nicht hin."

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