Boom im Wohnungsbau steigert Beschäftigung

News | Frank Kessler | 19.08.2015
Bild zu: Boom im Wohnungsbau steigert Beschäftigung
Foto: Roland Riethmüller

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Neubauten im Wohnungsbau führt in der Hauptstadtregion Berlin und Brandenburg zu einem erhöhten Bedarf an Arbeitskräften. So konnte die Anzahl der beschäftigten Facharbeiter in den ersten fünf Jahren um 1,6 Prozent gesteigert werden. Allerdings sinkt der Umsatz im Tiefbau weiter, weshalb die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg zusätzliches Personal für die Baubehörden fordert.

Die Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg wird aktuell stark durch den boomenden Wohnungsbau in der Hauptstadt beeinflusst. Das äußert sich vor allem in einem deutlichen Umsatzanstieg, wirkt sich jedoch auch positiv auf den Bau-Arbeitsmarkt aus. So waren von Januar bis Mai 2015 insgesamt durchschnittlich 35.800 gewerbliche Arbeitnehmer auf den Baustellen der Region beschäftigt. Dies entspricht einem Anstieg von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Reinhold Dellmann, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg (FG Bau) resümiert: “Allein im Monat Mai haben wir in Berlin ein Umsatzplus von 17,9 Prozent im Wohnungsbau im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet. Das spiegelt sich auch in den Beschäftigtenzahlen wieder, die in den ersten fünf Monaten des Jahres um 4,1 Prozent zugelegt haben.” Auch in Brandenburg stiegen die Umsätze in den ersten fünf Monaten um 9,4 Prozent. Allerdings ging das nicht mit einem Beschäftigungsaufbau einher sondern stagniert auf gleichbleibendem Niveau.

Sorgenkind der Bauwirtschaft bleibt jedoch der öffentliche Tiefbau, dessen Umsatz in Berlin sogar um 34,5 Prozent eingebrochen ist. “Wir brauchen dringend mehr qualifiziertes Personal in den genehmigenden Stellen der Berlin Baubehörden, um Aufträge auch tatsächlich zur Marktreife zu bringen”, fordert Dellmann und verweist auf die positiven Nebeneffekte für den Bau-Arbeitsmarkt.

Aktuelle Kommentare zum Beitrag.

Das könnte Sie auch interessieren.