Breitband-Versorgung auf dem Land ausbauen

News , 30.09.2013 , Frank Kessler Bild zu: Breitband-Versorgung auf dem Land ausbauen
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Ohne das Internet kommt man heutzutage fast genauso wenig aus, wie ohne Handy. Leider muss man dennoch immer wieder feststellen, dass die Netzabdeckung in beiden Bereichen teilweise sehr dürftig ist. Gerade in ländlichen Regionen lässt neben der Netzabdeckung oft auch die Geschwindigkeit zu wünschen übrig. Doch die Menschen auf dem Land sollten die gleichen Chancen haben, wie die in den Ballungszentren. Aus diesem Grund fordert man nun einen stärkeren Ausbau der Breitband-Versorgung auf dem Land.

Aufgrund der unbefriedigenden Situation hinsichtlich der Internetgeschwindigkeit auf dem Land, haben der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinschaftlich gefordert, dass die Breitband-Versorgung in ländlichen Regionen unbedingt ausgebaut werden müsste. Nur so erfahren die Menschen dort, neben mehr Lebensqualität, auch eine größere Wirtschaftlichkeit. Beides wird durch das Internet nachweislich begünstigt. Letzlich dient das Internet heute als Lernhilfe für Kinder und Jugendliche, aber auch für Fachkräftegewinnung und vielem mehr. Dies darf den Menschen auf dem Land nicht verwehrt bleiben.

Natürlich gibt es hier und da in ländlichen Gebieten bereits Breitband-Versorgung, jedoch liegt diese im Hochleistungsbereich von 50 Mbit/s weit unter zehn Prozent. Das ist keine hinnehmbare Situation und bedarf einem klaren Umdenken, das dabei auch von der Politik gefordert wird. Insbesondere vom Bund und den Ländern, wie auch die kommunalen, regionalen und unternehmerischen Initiativen.

Ein wesentlicher Ansatz beim Ausbau der Breitband-Versorgung ist in erster Linie erst einmal die Nutzung von Glasfaserkabeln. Faktisch sind überwiegend immer noch kupferbasierte Netze vorhanden. Die Leistungsfähigkeit kann somit in diesen Regionen nur durch funkbezogene LTE-Standards sowie Vectoring-Technologien verbessert werden. Dabei muss jedem bewusst sein, dass dies nur eine kurzfristige Lösung darstellt. Die Verwendung von Glasfaserkabeln, die dann Übertragungsraten von mindestens 50 Mbis/s gewährleisten ist also für eine Breitband-Versorgung absolut verpflichtend.

Beide Verbände fordern für eine solche Umsetzung die Politik, insbesondere den Bund und die Länder auf, hierbei schnelle Wege zu finden, Abhilfe zu schaffen. Ihrer Meinung nach kann und darf nicht toleriert werden, dass die Menschen in ländlichen Regionen schlechte Möglichkeiten für den schnellen Zugang des Internets haben als die in Ballungsgebieten.

Die Maßnahmen für den Ausbau der Breitband-Versorgung mittels Glasfaserkabeln sind vielseitig. Dazu gehört beispielsweise die Nutzung von Synergien im Ausbau selbst, genauso wie steuerliche Aspekte für die Haushalte und Unternehmen, die dann die Glasfaserkabel nutzen.