Chance für Baugewerbe - Smart Home vor dem Durchbruch

News , 10.08.2018 , Frank Kessler Bild zu: Chance für Baugewerbe - Smart Home vor dem Durchbruch
Foto: Roland Riethmüller

Smart Home erobert die deutschen Haushalte. Laut einer aktuellen Umfrage verwendet jeder vierte Bundesbürger mindestens eine Smarthome-Anwendung. Bei steigendem Bekanntheitsgrad dieser vernetzten Haustechnik plant mehr als ein Drittel der Bundesbürger die Anschaffung dieser Technik in den nächsten zwölf Monaten. Das ist ein Riesenmarkt für das Baugewerbe, denn ein Großteil der Nutzer holt sich für die Installation professionelle Hilfe.

In jedem vierten Haushalt wird bereits die neue vernetzte Haustechnik genutzt. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.611 Personen in Deutschland im Alter von über 14 Jahren. Demnach werden Licht und Heizung ebenso via Smartphone gesteuert wie Überwachungssensoren und andere Dinge mehr. Dabei geht es tatsächlich um eine echte Bereicherung für das tägliche Leben. “Wir erleben gerade den Durchbruch des Smart Home und den Siegeszug der Sprachassistenten”, erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg zum großen Durchbruch dieser Technologie. Es ginge hier nicht um ein technisches Spielzeug, sondern vor allem auch um gesellschaftliche Veränderungen. Ein selbstbestimmtes Leben im Alter in den eigenen vier Wänden ist ebenso machbar, wie eine dezentrale und ressourcenschonende Energieversorgung. Verbreitet sind zurzeit in den Haushalten mit 17 Prozent die intelligente Beleuchtung, 14 Prozent fallen auf die Videoüberwachung, 13 Prozent nutzen den Sprachassistenten.

Vernetzte Haustechnik mit großem Potenzial

Rund 37 Prozent der Bundesbürger plant, eine smarte Anwendung für das Zuhause zu kaufen. Besonders beliebt sind Heizungsthermostate bei 29 Prozent und intelligente Beleuchtung bei 27 Prozent der Befragten. Für smarte Staubsauger interessieren sich 15 Prozent und für smarte Gartengeräte sind es zwölf Prozent. Beliebt sind aber auch solche Produkte, die mehr Sicherheit ins Haus bringen. So sind 18 Prozent an einer Videoüberwachung interessiert, Alarmanlagen wünschen sich elf Prozent und sieben Prozent möchten eine Schließanlage. Berg betonte dazu, dass sich das System wie ein Schneeballsystem verbreitet. Was beim Bekannten funktioniert, hält auch später Einzug bei den eigenen Freunden und Verwandten.

Viele Anwender haben sich für die Installation dieser Technik die Hilfe eines Handwerkers in Anspruch genommen. Rund 23 Prozent haben die Hilfe von Freunden und Bekannten in Anspruch genommen, Nur neun Prozent haben die Anlagen selbst installiert. Ein Drittel der Bürger wünscht sich bei der Installation Rat von den Experten. Davon sind 59 Prozent bereit, auch für diese Dienstleistung zu bezahlen.

Ausschlaggebende Gründe für Smart Home

Jeder zweite Nutzer nannte die Sicherheit im Haus als ausschlaggebenden Grund für den Kauf der Smart Home Technik. Für mehr Komfort entschieden sich 54 Prozent der Befragten. Unterschiede gab es auch bei den männlichen und weiblichen Käufern. Während die Männer den Spaß an der Technik als Grund angaben, nannten Frauen als Gründe mehr Komfort und Lebensqualität. Bisher wird die neue Technik über ein Smartphone genutzt. Rund 44 Prozent nutzen die Technik mit ihrem Tablet. Aber es gibt bereits eine große Konkurrenz, denn immer mehr Nutzer bedienen die Technik durch Sprachassistenten, die immer mehr im kommen sind. Berg betonte dazu, dass das wichtigste bei der Technik die Sicherheit und der Schutz der Daten sind, denn alle Daten wandern in die Cloud. Verbraucher sollten deshalb die Sicherheits-Features beachten.