CO2-Einsparung im Gebäude - Deutsche unterschätzen Potenzial

News | Frank Kessler | 14.07.2021
CO2-Einsparung im Gebäude - Deutsche unterschätzen Potenzial
Foto: Roland Riethmüller

Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass die Deutschen die CO2-Einsparung falsch einschätzen. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden gefragt, in welchen Bereichen die CO2-Emissionen besonders hoch seien und wo immer noch zu wenig zum Erreichen der Klimaziele eingespart werden würde. Das Ergebnis ist besorgniserregend, denn die meisten Befragten lagen falsch. Gefragt wurde nach den Einsparpotenzialen in den Bereichen Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft.

Die Deutschen wurden in einer Umfrage befragt, wo das größte Einsparpotenzial bei den CO2-Emissionen besteht und in welchem Bereich die CO2-Emissionen besonders hoch seien. "Die Ergebnisse der Umfrage sind alarmierend", warnt Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG). “Denn sie offenbaren, dass in der Bevölkerung leider eine völlige Fehleinschätzung zu dem Thema CO2-Verbrauch und den Einsparpotenzialen herrscht.” Laut der Umfrage gaben demnach 52,9 Prozent der Befragten an, dass in der Industrie noch zu wenig CO2-Emissionen eingespart werden würde. Rund 29,3 Prozent tippen auf den Verkehr. Die Landwirtschaft kam auf 23,2 Prozent und die Energiewirtschaft auf 22,1 Prozent. Die Überraschung dieser Umfrage war jedoch, dass nur 14,9 Prozent der Befragten ein Einsparpotenzial bei den Gebäuden sieht. Doch die Realität gestaltet sich anders, schließlich hat gerade dieser Sektor seine Einsparziele nachweislich erheblich verfehlt.

Unzureichende Informationen über energetische Gebäudemodernisierung

Diese Umfrageergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Deutschen von der Regierung nur unzureichend darüber informiert wurden, dass der Gebäudesektor der wenig beachtete Verbrauchsriese in Deutschland ist. Aus diesem Grund fordert der BuVEG die Bundesregierung auf, endlich den Fokus auf die energetische Modernisierung der Gebäude zu legen. Hier ist noch ein gewaltiges Potenzial zur CO2-Einsparung vorhanden. Nun sei es an der Zeit, die Sanierungsquote im Gebäudebestand zu erhöhen. Eine effiziente Gebäudehülle ist zum Erreichen der Klimaschutzziele unbedingt erforderlich. Dies spiele eine wichtige Rolle beim Werterhalt und wirke sich auch auf die Gesundheit und den Komfort aus. Um das Klima zu schützen, sei das Einsparen von Energie das beste Mittel. Besonders auf dem Gebäudesektor könne hier noch viel mehr eingespart werden. Das setze aber auch Voraus, dass Gebäudebesitzer für energetische Modernisierungen sensibilisiert werden. Auch für Neubauten lohne es sich, das Energiesparpotenzial zu nutzen. Die damit verbundenen Investitionen rechnen sich, betont der BuVEG.

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