Corona-Krise: Bauwirtschaft mit neuem Arbeitsschutzstandard

News | Frank Kessler | 18.05.2020
Corona-Krise: Bauwirtschaft mit neuem Arbeitsschutzstandard
Foto: Roland Riethmüller

Arbeiten während der Corona-Krise haben sich zu einer großen Herausforderung entwickelt So gibt es über klassische Arbeitsschutzmaßnahmen einiges mehr zu beachten. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat deshalb einen neuen SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard zum besseren Schutz der Gesundheit vorgelegt. Die Bauwirtschaft ist sich der Verantwortung bewusst und begrüßt daher die neuen Vorgaben zum Arbeitsschutz.

"Unsere Betriebe haben seit Ausbruch der Corona-Pandemie mit hohem Aufwand große Anstrengungen unternommen, die vorgegebenen Hygiene-Standards und Abstandsregelungen einzuhalten, um den Baustellenbetrieb offen halten zu können”, erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). “Daher begrüßen wir die Konkretisierungen der Vorgaben des BMAS zum Arbeitsschutz in der Corona-Zeit." Weiterhin betont er, dass die Gesundheit der Mitarbeiter jederzeit Priorität hätte. Auch Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB), bestätigt, dass die Bauindustrie trotz der Corona-Krise die Arbeiten am Laufen gehalten hätte. Ein guter Arbeitsschutz gäbe die Möglichkeit, trotz der Pandemie auch weiterhin ein sicheres Arbeiten zu garantieren.

Man ist sich der Verantwortung bewusst

Mit dem neuen Standard werden die Unternehmen und deren Mitarbeiter bei der Umsetzung der Vorgaben zum Arbeitsschutz unterstützt. "Wir nehmen somit unsere Verantwortung wahr, in allen Situationen für sichere Arbeitsplätze auf dem Bau zu sorgen - so wie es Bundesarbeitsminister Hubertus Heil in seinen Erwartungen an die gesetzliche Unfallversicherung formuliert hat", unterstreicht Klaus-Richard Bergmann, Hauptgeschäftsführer der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau). So hat die BG Bau den geforderten Mindeststandard als Grundlage genommen, um die neuen Anforderungen in der Bauwirtschaft zusammenzustellen. An die Arbeitgeber oder mit den Schutzmaßnahmen betraute Personen richtet sich die vorgelegte Handlungshilfe. Dazu gehören befristete Maßnahmen zum Infektionsschutz und die Auflistung wichtiger Umsetzungshilfen und Fachinformationen.

Arbeitsschutzstandard sorgt für reibungslosen Ablauf auf der Baustelle

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) begrüßt ebenfalls den neuen Arbeitsschutzstandard für die Bauwirtschaft. "Die IG Bau setzt sich vor dem Hintergrund der herausfordernden Coronavirus-Krise intensiv für die Beschäftigten am Bau ein”, betont Carsten Burckhardt, für die Bauwirtschaft zuständiges Mitglied des Bundesvorstandes der IG BAU. “Denn sie sorgen dafür, dass das für die Wirtschaft in Deutschland zentrale Baugeschehen fast unvermindert weiterläuft". Weiter erklärt er, dass mit dem neuen Arbeitsschutzstandard eine neue Umsetzungshilfe geschaffen wurde. Nur so könnten die Beschäftigten bei ihrer Tätigkeit wirksam gegen das Virus geschützt werden.

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