Corona-Krise - Entlassungen sind das falsche Signal

News | Frank Kessler | 26.03.2020 Corona-Krise - Entlassungen sind das falsche Signal
Foto: Roland Riethmüller

Die Corona-Krise führt bei vielen Handwerksbetrieben zu Auftragseinbrüchen. Daher wird eindringlich appelliert, die Fachkräfte zu sichern und keine Entlassungen vorzunehmen. Es sei gerade jetzt in den schwierigen Zeiten sehr wichtig, an einem Strang zu ziehen. Die Beantragung von Kurzarbeitergeld und der Abbau von Überstunden wäre stattdessen angebracht. Denn die Krise ist auch irgendwann überstanden und dann müssen die zurückgestellten Aufträge abgearbeitet werden.

Die Zukunftsfähigkeit des Handwerks muss erhalten bleiben. Denn wegen der Corona-Krise sind viele Handwerksbetriebe in ihrer Existenz bedroht. Daher appellieren der Deutsche Gewerkschaftsbund Hamburg (DGB Hamburg) und die Handwerkskammer Hamburg an die Betriebe, keine Mitarbeiter zu entlassen. Stattdessen könnten in diesen schweren Zeiten die Überstunden abgebaut werden. Außerdem sind die Bedingungen für das Kurzarbeitergeld vereinfacht worden. Dieses sollte daher auch unbedingt in Anspruch genommen werden. “Sichern Sie die Arbeitsplätze Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zahlen Sie die Löhne weiter”, empfiehlt Karl-Heinz Westphal, der Arbeitnehmer-Vizepräsident der Handwerkskammer Hamburg, den Inhabern von Handwerksbetrieben. “Ermöglichen Sie, dass zuvor geleistete Mehrarbeit abgeschmolzen werden kann".

Handwerksbetriebe sind eine wichtige Stütze für die Wirtschaft

Die Handwerksbetriebe sind für die Wirtschaft eine wichtige Stütze und das nicht nur in Hamburg. Sie sorgen für Nachwuchskräfte und tragen zur Beschäftigungssicherheit sowie zur Versorgungssicherheit bei. Zurzeit herrscht eine noch nie in dieser Form dagewesene Situation. Deshalb müssten auch die Banken unterstützen und die Absicherung der Bürgschaftsgemeinschaft an die Betriebe weitergeben. Zur Unterstützung sollte ferner das Kurzarbeitergeld genutzt werden. Außerdem besteht auch die Möglichkeit, die Überstunden während der Krise abzubauen. Die Gesetze wurden rückwirkend zum 1. März 2020 angepasst. Den Betrieben entsteht somit keinerlei Risiko. Diese neuen Regelungen geben den Betrieben auch die Möglichkeit, Fachkräfte an sich zu binden und die Beschäftigung zu sichern.

Schon jetzt an die Zeit nach der Corona-Krise denken

In diesen Zeiten ist es besonders wichtig, dass die Betriebe mit ihren Beschäftigten zusammenhalten. Jetzt müssten bereits die Weichen dafür gestellt werden, dass es nach der Corona-Krise wie gewohnt weitergeht. Denn die oft nur zurückgestellten Aufträge müssen dann zeitnah abgebaut werden.

Fachkräfte im Handwerk sichern

Diese historische Krise kann nur durch Menschlichkeit und sozialer Verantwortung gemeistert werden. Der Fortbestand des Handwerks muss in jedem Fall gesichert werden. Denn irgendwann ist auch diese Krise überstanden und die Arbeiten können in gewohntem Umfang weitergehen. Entlassungen wären das falsche Signal und sind auch gar nicht notwendig. Bleibt jedoch abzuwarten, wie lange diese Krise noch andauert.

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