Die 10 Top-Baumängel bei Ein- und Zweifamilienhäusern

News | Frank Kessler | 15.07.2020
Die 10 Top-Baumängel bei Ein- und Zweifamilienhäusern
Foto: Roland Riethmüller

Das eigene Heim ist für die meisten Menschen ein verwirklichter Traum. Leider ist nicht jedes gebaute Eigenheim frei von Mängeln. Doch die Definition von Mängeln fällt nicht immer leicht. Das beginnt schon bei den Baustellen, wo die Akteure eigentlich an einem Bau ohne Mängel interessiert sein müssten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Fachplaner unter dem Begriff Baumängel etwas anderes versteht als der Bauherr.

Leider wird die Freude am Eigenheim oft durch Baumängel getrübt. Alle vom Bauherr festgelegten Erfordernisse müssen umgesetzt werden. Trotzdem kommt es immer wieder zu Reklamationen. Dabei stellt sich jedoch die Frage, handelt es sich um einen Schaden oder um einen Baumangel? Rechtlich besteht darin ein großer Unterschied. Ein Mangel wird durch die Baufirma oder den Planer verursacht. Ein Schaden entsteht jedoch durch einen anderen Gegenstand und nicht durch das vertraglich geschuldete Werk.

Ausführungsmängel und Folgeschäden als Grund für Streitigkeiten

Doch was sind nun die häufigsten Baumängel? Schon seit Jahren machen sich immer wieder die gleichen Ausführungsmängel  und Folgeschäden beim Ein- und  Zweifamilienhausbau bemerkbar, das bestätigen Langzeituntersuchungen. Eine aktuelle Kurzstudie des  Bauherren-Schutzbund (BSB) und des Instituts für Bauforschung (IfB) listen die häufigsten Ursachen für Streitigkeiten zwischen Bauherr und der ausführenden Firma.

Das sind die 10 häufigsten Baumängel

Ein Mangel, der am häufigsten vorkommt, ist feuchter Estrich. Dieser tritt dann auf, wenn der Bodenbelag nicht vollständig trocken war. Feuchtigkeitsschäden machen sich aber erst später bemerkbar. Nach einem halben Jahr können Farbränder oder Feuchtigkeitsschäden sichtbar werden.

Eine fehlerhafte Kellerabdichtung gehört ebenfalls zu den häufigsten Mängeln beim Bau eines Hauses. Die Ursache ist häufig eine nicht fachmännisch ausgeführte Bauwerksabdichtung.

Wenn es im Winter nicht richtig warm wird, ist das ein Zeichen für einen Mangel an der Luftdichtheitsebene. Auf diese Weise kann auch Feuchtigkeit in die Wärmedämmung des Dachs eindringen. Die Folge davon ist Schimmel.

Kommt es zur Rissbildung bei der Hausfassade, dann ist das ein Zeichen für fehlende Ringanker.

Zu den weiteren Top Mängel zählen unerwünschte Schallbrücken. Diese machen sich durch die Lärmbelästigung aus den angrenzenden Wohneinheiten bemerkbar. Der Schallschutzstandard sollte immer von einem Fachmann überprüft werden.

Risse im Wärmedämmungsverbundsystem weisen auch auf einen Baumangel hin. Diese sind besonders an Tür- und Fensteröffnungen zu sehen. Sie entstehen, wenn die Dämmplatten nicht fortlaufend im Verbund an die Fassade geklebt wurden.

Wenn im Erdgeschoss vor den Terrassentüren Schüsselungen am Parkett auftreten, dann ist das ein Hinweis auf eine mangelhafte Sockelabdeckung.

Wenn die Fußbodenheizung im Winter kalt bleibt, dann liegt das häufig an einer mangelhaften Auslegung. Ist der Abstand der Heizleitungen zu groß, dann ist die Wärmeabgabe zu gering und es bleibt kalt.

Fehlt am tiefsten Punkt der Leitung ein Entleerungsventil, so kann bei länger nicht genutzten Trinkwasserleitungen das Stagnationswasser nicht ordnungsgemäß abgelassen werden. Dann drohen Legionellen ins Trinkwasser zu gelangen.

Die fehlerhafte Badabdichtung führt zu Feuchtigkeit an den Wänden. Dafür ist der Fliesenleger verantwortlich, der die Abdichtung nicht nach den Richtlinien des Herstellers ausgeführt hat.

Korrekte Arbeitsweise verhindert Baumängel

Die Schadensbeseitigung von Baumängel kann viel Geld kosten. Dies lässt sich mit einer korrekten Arbeitsweise verhindern, erklärt der Bauherren-Schutzbund.

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