Die Ära Windows XP neigt sich dem Ende

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Foto: Roland Riethmüller

Anfang April 2014 geht eine Epoche zuende, die uns die letzten Jahre in eine digitale Zeit begleitet hat. Microsoft stellt die Unterstützung des Betriebssystems Windows XP ein. Auch wenn viele Anwender bereits mit dem drei Generationen später herausgebrachten Betriebssystem Windows 8 arbeiten, so gibt es immer noch ein paar Totalverweigerer. Für diese bedeutet das Support-Ende ein erhöhtes Risiko und mögliche Komplikationen mit der Software von Drittanbietern.

Als 2001 die neue Windows-Version in New York erstmals vorgestellt wurde, unterstütze sie auch den damaligen Durchbruch der digitalen Unterhaltungsmedien. Abgekürzt aus der Bezeichnung „eXPerience“ wurde das neue Betriebssystem seiner Zeit mehr als gerecht und war auf die steigende Bedeutung der Consumer Electronics Branche abgestimmt. Der Trend ging auch damals schon in Richtung verstärkter Internetnutzung. Doch mit der Verbreitung des Internets stieg auch die Bedrohung durch sogenannte Malware, also Schad-Software.

Fast 13 Jahre später ist das Betriebssystem bereits durch drei weitere Generationen quasi mehrfach abgelöst worden und damit deutlich in die Jahre gekommen. Insgesamt laufen in Deutschland nur noch 14 Prozent aller Computer mit dem veralteten Betriebssystem. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird Microsoft daher am Sonntag, den 8. April 2014 den technischen Support für Windows XP und Office 2003 einstellen und keinerlei Sicherheitsupdates und Aktualisierungen des Betriebssystems („Patches“ und „Hotfixes“) mehr veröffentlichen. Lediglich ausgewählte Anti-Malware-Software soll nach Aussage des US-amerikanischen Software-Herstellers trotz zweifelhafter Effizienz bis zum 14. Juli 2015 weiterhin aktualisiert werden. Denn das ändert auch nichts daran, dass Windows XP als unsicherstes aller Microsoft-Betriebssysteme gilt. Aus heutiger Sicht sagt der Leiter des Geschäftsbereichs Windows bei Microsoft Deutschland, Oliver Gürtler: „Windows XP ist ein Kind der Jahrtausendwende und wird heute weder den Ansprüchen der Anwender an moderne Technologien, noch den hohen Sicherheitsanforderungen der IT-Abteilung gerecht.“ Der Direktor des Magdeburger Institut für Sicherheitsforschung bringt es auf den Punkt: „Windows XP basiert auf längst überholten Sicherheitsarchitekturen. Damit sind heutzutage Viren, Spyware, Malware-Angriffe, Botnet-Infektionen und schlimmsten Falls sogar Datenverlust vorprogrammiert.“ Laut einer aktuellen Untersuchung von Microsoft ist Windows XP sechs mal anfälliger für Malware als das aktuelle Betriebssystem Windows 8. Man beruft sich dabei auf die Erfahrungen aus dem Supportende vom Service Pack 2 (SP2) bei der Umstellung auf das Service Pack 3 (SP3).

Und obwohl die Migration von Windows XP auf Windows 8 deutliche Vorteile hinsichtlich der Datensicherheit, aber auch der intuitiveren Benutzerführung und insgesamt besseren Effizienz bietet, schrecken immer noch Unternehmen zurück. Denn das alles bedeutet insgesamt natürlich auch steigende Kosten durch häufigere Support-Anfragen der Anwender und dadurch gestiegene Wartung der technischen Infrastruktur bei gleichzeitigem Verlust von produktiver Arbeitszeit durch ein höheres Risiko zur Infizierung mit Malware.

Doch nicht nur das erhöhte Sicherheitsrisiko durch Malware stellt eine Bedrohung dar. Viele Anbieter entwickeln keine Treiber mehr für Windows XP, so dass neuer Hardware für das veraltete Betriebssystem nicht mehr möglich ist. Dies gilt auch für neue oder weiterentwickelte Softwareprodukte von Drittanbietern, die im schlimmsten Fall nicht mehr auf der alten Konfiguration unter Windows XP laufen.

Um Unternehmen die Umstellung auf das aktuelle Betriebssystem Windows 8 zu erleichtern, hat Microsoft eine Hotline eingerichtet, die für Fragen zum Support-Ende von Windows XP kostenlos zur Verfügung steht.

Nähere Infos zum Ende des Supports von Windows XP:
Microsoft – End of Support
0800 – 693 72 33 (kostenfrei, Mobilfunk-Kosten ggf. abweichend)

Aktuelle Umfrage:
Der Support von Windows XP wird eingestellt. Sind Sie besorgt?

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