Diesel-Fahrverbot - Handwerk sucht alternative Antriebe

News | Frank Kessler | 07.02.2020 Diesel-Fahrverbot - Handwerk sucht alternative Antriebe
Foto: Roland Riethmüller

Das Handwerk testet alternative Antriebe, denn in vielen deutschen Städten existieren oder drohen Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Zurzeit gibt es zwar noch Ausnahmeregelungen, aber perspektivisch muss der Fuhrpark in Zukunft ergänzt werden. Im Gespräch sind Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Bei der Entscheidung kommt es darauf an, welche Strecken gefahren werden und wo die Fahrzeuge geladen werden können.

Handwerksbetriebe müssen sich mit dem Thema neuer Antriebe auseinandersetzen. Der Grund dafür ist, dass in vielen deutsche Städten das Fahren mit Dieselfahrzeugen bereits eingeschränkt ist oder in Teilen sogar gänzlich verboten werden soll. Fahrten zum Kunden sind jedoch unerlässlich und die Mobilität muss gesichert werden. Alternativ stehen Hybrid- und Elektrofahrzeuge zur Auswahl, informiert die SDH-Servicegesellschaft Deutsches Handwerk.

Hybridfahrzeuge punkten mit Vielfalt

Ein Hybridfahrzeug vereint zwei Antriebe. Sie haben einen Verbrennungsmotor, der mit fossilen Brennstoffen angetrieben wird. Zusätzlich verfügt ein Hybridfahrzeug auch über einen Elektroantrieb. Dieser wird durch eine Batterie betrieben. Der Vorteil dieser Fahrzeuge besteht darin, dass sich der Antrieb automatisch der jeweiligen Fahrsituation anpasst. Beim Überholen passt sich das Fahrzeug der Situation an und stellt automatisch auf den geeigneten Antrieb um. Im Fahrzeug ist eine Batterie verbaut, die an einer Steckdose aufgeladen werden kann. Somit kann das Fahrzeug mit Elektroantrieb auch größere Strecken zurücklegen. In den Innenstädten ist somit ein emissionsfreies Fahren möglich. Außerdem werden die Vorteile von Elektrofahrzeugen und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor auf diese Weise kombiniert. Aufgrund der Tatsache, dass die Batterie bei einem Hybridfahrzeug kleiner ist, verkürzen sich auch die Ladezeiten. Der Verbrennungsmotor sorgt dafür, dass das Fahrzeug auch bei hohen Geschwindigkeiten seine volle Leistung bringt. Außerdem können weite Strecken ebenfalls zurückgelegt werden.

Elektrofahrzeuge als konsequente Alternative

Bei den Elektrofahrzeugen wird kein Kraftstoff verbrannt, da sie mit einer Batterie angetrieben werden. Das emissionslose Fahren ist somit möglich und die Umwelt wird weniger belastet. Die Reichweite bei den Transportern beträgt zurzeit rund 120 bis 200 Kilometer, ist jedoch von der Batterie und von anderen Umständen abhängig. Faktoren, die die Reichweite beeinflussen können, sind die Temperatur, die Beladung, der Fahrstil. lange Bergauffahrten, Gegenwind und der zusätzliche Verbrauch durch Scheibenwischer, Klimaanlage und andere Dinge mehr. Ein Elektrofahrzeug hat viele Vorteile. Die CO2-Belastung wird deutlich reduziert. Das ist besonders dann der Fall, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien kommt. Ein weiterer Vorteil ist die geringere Lärmbelästigung. Außerdem ist ein solches Fahrzeug nicht von fossilen Brennstoffen abhängig und steigert auch das Image des Unternehmens.

Worauf kommt es an?

Sicherlich ist die Reichweite des Fahrzeugs ein wichtiges Kriterium. Ein Unternehmen sollte deshalb vor der Anschaffung neuer Fahrzeuge prüfen, wie lang die Strecken sind, die damit gefahren werden sollen. Elektrofahrzeuge können noch nicht alle Fahrzeuge ersetzen. Kurze Strecken können damit locker zurückgelegt werden. Das ist bei Hybridfahrzeugen anders, dafür sind aber die Anschaffungskosten recht hoch. Trotzdem lässt es sich sicher nicht vermeiden, dass sich die Handwerksbetriebe aufgrund der Fahrverbote auf alternative Antriebe umstellen müssen.

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