Digitale Medien als Informationsquellen in der Baubranche

News | Frank Kessler | 11.09.2020
Digitale Medien als Informationsquellen in der Baubranche
Foto: Roland Riethmüller

In der Baubranche ist die Digitalisierung schon längst angekommen. Dabei werden laut einer aktuellen Umfrage Internetinformationen als wichtige Informationsquellen wahrgenommen. Denn durch das Smartphone sind Internet-basierende Kommunikationswege auch in Fahrzeugen und auf Baustellen ständig präsent. Unterstützend wirkt sich außerdem die Corona-Krise auf diesen Umstand aus, denn die hat auch zu einer verstärkten Nutzung von digitalen Informationsmedien geführt.

Wie wird der Alltag auf den Baustellen in fünf Jahren aussehen? Diese Frage hat sich das Marktforschungsinstitut BauInfoConsult im Rahmen der Studie “Kommunikationsmonitor 2020” gestellt und dazu rund 601 Architekten und Verarbeiter nach ihrer Meinung befragt. Im Baualltag wird demnach das Internet immer präsenter, denn ohne diesen Informationskanal ist ein digitaler Informationsaustausch nicht möglich. Die Zukunft geht dahin, dass Prozesse zur Materialentscheidung und Materialbeschaffung im Building Information Modeling über BIM-Plattformen laufen wird. Diese Meinung vertreten zumindest die BIM-Anhänger, die eine Bündelung des kompletten Bauprozesses über BIM gerne sehen würden. Bis jetzt ist das aber noch Zukunftsmusik. Der Trend geht eher dahin, dass digitale Medien auch im Baugewerbe immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Digitale Medien sind für Bauakteure immer wichtiger

Die Bauakteure erwarten, dass die digitalen Medien zunehmend an Bedeutung gewinnen werden. Demnach haben Webseiten im Internet in Zukunft ein großes Potenzial. Dafür gibt es drei Gründe: Das Internet ist ständig abrufbereit, steht schnell zur Verfügung und liefert exakt die Informationen, die gebraucht werden.

Hersteller müssen sich auf die neuen digitalen Bedürfnisse einstellen

Für die Hersteller ist daher eine Inventur der eigenen digitalen Bordmittel mehr als notwendig. Denn das bedeutet auch, dass die eigene Website überprüft werden sollte. Es muss die Frage geklärt werden, ob die Recherchen der Kunden auch schnell zum Ziel führen.

Auf langfristiger Ebene sollten sogar Informationen zu BIM und E-Commerce in die eigenen Informationsquellen integriert werden. Die Zukunft könnte so aussehen, dass der Weg von diesen bis hin zur Entscheidung nur noch einen Klick entfernt ist.

Den persönlichen Kontakt trotzdem nicht unterschätzen

Darüber hinaus stellt sich auch die Frage, wie lange es dauert, bis der Online-Kauf auf der Baustelle eingetroffen ist. Das Ganze ist jedoch auch mit Vorsicht zu genießen, denn es könnte geschehen, dass die analogen Kommunikationsformen in Vergessenheit geraten. Dabei sollte nicht unterschätzt werden, dass gerade der Kontakt mit Herstellern, Kollegen und Händlern immer noch eine besondere Bedeutung zukommt. Dies betrifft auch die digitale Ebene.

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