Die Bundesregierung will die Digitalisierung der Bauwirtschaft deutlich beschleunigen. Bundesbauministerin Verena Hubertz setzt dabei auf BIM, Künstliche Intelligenz, schnellere Genehmigungsverfahren und weniger Bürokratie. Ziel ist es, Baukosten zu senken, Planungsprozesse zu vereinfachen und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig sollen ConTech-Startups mit innovativen Technologien den digitalen Wandel beschleunigen und Bauunternehmen sowie Handwerksbetriebe dabei unterstützen, effizienter, wirtschaftlicher und zukunftssicher zu arbeiten.
Die Digitalisierung der Bauwirtschaft soll nach dem Willen der Bundesregierung deutlich an Tempo gewinnen. Auf der Berliner Innovationsmesse TECH IN CONSTRUCTION 2026 stellte Bundesbauministerin Verena Hubertz Innovation, Digitalisierung und ConstructionTech in den Mittelpunkt ihrer baupolitischen Agenda. Im Fokus stehen schnellere Genehmigungen, geringere Baukosten, der konsequente Einsatz von Building Information Modeling (BIM) sowie bessere Rahmenbedingungen für Startups. Damit setzt die Bundesregierung auf digitale Technologien als Schlüssel für mehr Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und bezahlbaren Wohnraum. Als Schirmherrin der Veranstaltung betont Hubertz die Bedeutung junger Technologieunternehmen für die Transformation der Bauwirtschaft. Digitale Lösungen könnten helfen, den anhaltenden Herausforderungen wie steigenden Baukosten, Fachkräftemangel und langwierigen Planungsprozessen zu begegnen. Dabei verweist sie auf ihre eigene unternehmerische Erfahrung und macht deutlich, dass Innovation nur dort entstehen könne, wo neue Ideen konsequent umgesetzt werden. Wörtlich erklärt sie: „Innovation entscheidet über die Zukunft des Bauens.“
Vier Ziele für die Bauwirtschaft
Nach den Vorstellungen der Bundesbauministerin soll Bauen künftig schneller, günstiger, nachhaltiger und digitaler werden. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die Bundesregierung unter anderem auf den angekündigten Bauturbo zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie auf weitere Änderungen des Baugesetzbuchs. Parallel dazu sollen digitale Planungsstandards wie XPlanung und der verbindlichere Einsatz von BIM weiter vorangetrieben werden. Gerade für Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und Planungsbüros gewinnen digitale Prozesse dadurch zunehmend an Bedeutung. Einheitliche Datenmodelle, effizientere Abstimmungen und automatisierte Abläufe gelten als wichtige Voraussetzungen, um Projekte wirtschaftlicher und terminsicher umzusetzen.
Baukosten senken und Bürokratie abbauen
Ein weiterer Schwerpunkt der Bundesregierung liegt auf der Senkung der Baukosten. Vereinfachte Bauvorschriften, der Gebäudetyp E sowie weniger Bürokratie sollen Planungs- und Bauprozesse beschleunigen. Ergänzend sind langfristige Investitionen in den Wohnungsbau und eine vereinfachte Förderlandschaft vorgesehen. Mit diesen Maßnahmen sollen Bauprojekte einfacher realisierbar werden. Gleichzeitig könnten Unternehmen mehr Planungssicherheit erhalten und Investitionen leichter kalkulieren.
Digitalisierung der Bauwirtschaft: ConTechs sollen Innovation beschleunigen
Besondere Aufmerksamkeit widmete Hubertz der Rolle von ConstructionTech-Startups, den ConTech-Startups. Künstliche Intelligenz, automatisierte Prozesse, digitale Plattformen und neue Fertigungstechnologien böten großes Potenzial, Produktivität, Qualität und Nachhaltigkeit auf Baustellen deutlich zu verbessern. Voraussetzung sei jedoch eine engere Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und jungen Technologieanbietern. Darüber hinaus sprach sich die Ministerin für bessere Finanzierungsmöglichkeiten innovativer Unternehmen aus. Neue Instrumente sollen verhindern, dass vielversprechende Technologien und Geschäftsmodelle ins Ausland abwandern. Zum Abschluss unterstrich sie die Bedeutung des technologischen Wandels für die gesamte Branche. ConTech sei ein entscheidender Baustein für die Zukunft der Bauwirtschaft und ein wichtiger Hebel für Wettbewerbsfähigkeit, nachhaltige Infrastruktur und bezahlbaren Wohnraum.


















Baukosten senken – Potenziale nutzen: ein Drittel Einsparung möglich
Die Initiative kostenreduziertes Bauen (Hamburg) hat in den drei Handlungsfeldern; Kostenreduzierende Baustandards, Optimierte Planung und Prozesse sowie Beschleunigte Verfahren Kosteneinsparpotenziale ermittelt, die es ermöglichen, Baukosten um bis zu 2.000 Euro brutto pro m² Wohnfläche zu senken.
https://www.bezahlbarbauen.hamburg/baukosten-senken-potenziale-nutzen-ein-drittel-einsparung-moeglich-1016028
Aber die Verbesserung bzw. Veränderung der Prozesse wird schon seit Jahren eingefordert.
Geringe operative Leistungsfähigkeit und Produktivität. (McKinsey)
https://www.mckinsey.de/news/presse/infrastruktur-und-wohnen-deutsche-ausbauziele-in-gefahr
Geringer Wertschöpfungsgrad von ca.30% (Roland Berger)
file:///C:/Users/Win10%20Pro%20×64/Documents/B.M/Eigene%20Bilder/dokumente/roland_berger_digitalisierung_bauwirtschaft_final.pdf
Exorbitante Fehlerquote (BauInfoConsult),
https://bauinfoconsult.de/presse-fehlerkosten-am-bau-in-2021-mit-rund-165-milliarden-immer-noch-zu-hoch/
also verbauter Schaden der wieder korrigiert werden muss.
(2020 ca.18,0 Milliarden Euro, 2021 ca.16,5 Milliarden Euro und 2022 ca.13,0 Milliarden Euro),
Die Immobilisten für das Wohnen sind die größte Ansammlung von Ewiggestrige und Besitzstandswahrer im gesamten Wirtschaftsgeschehen.
Die erzählen nun seit Jahren, das Digitalisierung, industrielle Vorfertigung der Bauteile, sowie serielles und modulares Bauen eine Kosten- und Bauzeitreduzierung ermöglichen.
Bisher wurde der Beweis aber nicht erbracht, um damit Subventionen mit Sozialbindung wegfallen zu lassen. Aber das ist die Grundlage für den Neubau von Mietwohnungen für jedes Einkommen.
Da gab es:
Die „Europäischen Ausschreibung für modulares und serielles Bauen“, in 2018 (GdW)
Und
die Rahmenvereinbarung „Serielles und modulares Bauen 2.0“, in 2023 (GdW)
Und
den Runder Tisch „Serielles, modulares & systemisches Bauen“ an der Bundesstiftung Bauakademie
Die Exponate haben aber alle das Ziel nicht erreicht.
Ut aliquid fieri videatur, wie wir Lateiner sagen würden.