Do-It-For-Me – steigender Trend zu Handwerkerleistungen

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Foto: Roland Riethmüller

Über Jahre haben viele Verbraucher im Rahmen von Do-It-Yourself klassische Handwerkerleistungen selbst durchgeführt. Nun scheint sich der Trend langsam zu Do-It-For-Me umzukehren. So ist im ersten Halbjahr 2015 zwar die Anzahl der Renovierungen weiter gestiegen, doch im zweiten Jahrjahr sogar unter den Vorjahreswert gefallen. Da insgesamt die durchschnittlichen Ausgaben höher lagen, deutet dies auf eine verstärkte Beauftragung von Handwerkern hin.

Aufgrund der europäischen Wirtschaftskrise ist das Neubauvolumen in Europa eingebrochen und bietet nur begrenztes Auftragspotential. Im gleichen Maße wächst jedoch der Renovierungsmarkt stärker und bietet für das Fachhandwerk neue Wachstumsmöglichkeiten.

Besonders viele Renovierungsarbeiten im zweiten Halbjahr 2015

Zwar sind die Ausgaben im Do-it-yourself-Markt in Europa von 2014 auf 2015 weiter gestiegen. Wie das Marktforschungsinstitut USP Marketing Consultancy berichtet, wurden vor allem im ersten Halbjahr 2015 deutlich mehr Heimwerker- und Renovierungsarbeiten vorgenommen. „Die Saison wurde dieses Jahr schon im März eingeläutet – das ist auf dem euroäischen DIY-Markt relativ früh“, erklärt Reinier Zuydgeest, Consultant DIY & Living bei USP Marketing Consultancy.

Doch im zweiten Halbjahr 2015 ist die Anzahl der Renovierungsarbeiten dagegen deutlich zurückgegangen und sogar unter das Vorjahresniveau gesunken. Dies ergaben die quartalsmäßígen Befragungen von 2.200 Verbrauchern in 11 europäischen Ländern.

Anstieg der Do-It-For-Me-Aufträge bei professionellen Handwerkern

Erstaunlicherweise war in jenen Monaten der schwachen DIY-Entwicklung dennoch das europäische Konsumklima relativ hoch. So stiegen in den meisten untersuchten Länder die Ausgaben für Renovierungsarbeiten, was auf höhere durchschnittliche Kosten pro Renovierungsvorhaben zurückzuführen ist. Dies deutet darauf hin, dass immer mehr Verbraucher Profis beauftragen. So steigt der Anteil der sogenannten „Do-It-For-Me-Aufträge“ von 32 auf 34 Prozent. „Immer weniger Verbraucher verfügen über ausreichend Erfahrung für anspruchsvolle Heimwerkerarbeiten. Die stärkere Ausrichtung auf Do-It-For-Me-Dienstleistungen ist daher nur folgerichtig“, so Zuydgeest.

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