Dringender Umschwung bei Bilfinger nötig

Bild zu: Dringender Umschwung bei Bilfinger nötig
Foto: Roland Riethmüller

Es gibt immer wieder Unternehmen, bei denen die schlechten Nachrichten scheinbar nicht abreißen wollen. Beim Bilfinger-Konzern beispielsweise beschäftigt derzeit der Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Per Utnegaard die Bauwirtschaft. Dabei ist diese Nachricht nur eine aus einer ganzen Reihe negativer Schlagzeilen. Es ist damit umso wichtiger für den Konzern, endlich Ruhe in sein Geschäft zu bringen und sich wieder auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren.

Der überraschende Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Per Utnegaard zu Ende April 2016 erschüttert den Baukonzern Bilfinger. Nicht mal ein Jahr im Amt, scheidet er damit wie sein Vorgänger Roland Koch, der ehemalige Ministerpräsident von Hessen, nach immer neuen Gewinnwarnungen „auf eigenen Wunsch“ aus dem Unternehmen aus. „Per Utnegaard hat den Konzern in einer herausfordernden Phase geleitet. Gemeinsam mit dem Vorstandsteam wurde Bilfinger mit einer Strategie der Fokussierung auf das Kerngeschäft neu ausgerichtet. Dieser strategische Weg wird konsequent fortgesetzt und Bilfinger zurück auf einen profitablen Wachstumskurs gebracht“, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Eckhard Cordes. Nach einem Nachfolger wird bereits gesucht. Übergangsweise wird Finanzvorstand Axel Salzmann diese Aufgaben übernehmen.

In letzter Zeit war der Bilfinger-Konzern immer wieder mal negativ in den Medien unterwegs. Dass dies durchaus mit einem mangelhaften Management in Zusammenhang stand, geht dabei viel zu oft unter. Dabei ist genau dieser Punkt wichtig zu erwähnen, denn die Beschäftigten des Konzerns tragen in den seltensten Fällen eine Verantwortung für die Schlagzeilen.

Gute Arbeit der Beschäftigten vs. Missmanagement

Im Gegenteil, es sind die Beschäftigten, die kontinuierlich gute Arbeit leisten und es verdient hätten, von der Konzernspitze entsprechend gewürdigt und unterstützt zu werden. Doch stattdessen werden sie, genau wie die Aktionäre, durch schlechte Nachrichten immer weiter verunsichert. Der Bilfinger-Konzern selbst bekleckert sich dabei nicht mit Ruhm und droht immer mehr, nicht mehr ernst genommen zu werden.

Nachfolger sollte Plan mitbringen

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) macht daher anlässlich des verkündeten Rücktritts des Aufsichtsratsvorsitzenden deutlich, dass man bewusst an einem Umschwung des Konzern arbeiten muss. Dabei sollte der Nachfolger Per Utnegaard reiflich überlegt sein und in jedem Fall mit echten und strukturierten Zielen einhergehen. Sofern dies nicht geschieht, wird der Bilfinger-Konzern schmerzliche Erfahrungen machen müssen, unter denen am Ende vor allem die Beschäftigten leiden müssen. Dies jedoch wäre unfair und sollte unbedingt abgewendet werden.

Kommentare

0 0 votes
Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen?

Dann melden Sie sich doch gleich an zum kostenlosen E-Mail-Newsletter und lassen sich über weitere Neuigkeiten wöchentlich informieren!

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

Das könnte Sie auch interessieren

Messen & Kongresse 2024

Der große Meistertipp-Kalender: Messen und Kongresse 2024 für Bauindustrie, Baugewerbe, Bauhandwerk und die Bauwirtschaft.

Newsletter

Verpassen Sie nichts mehr mit unserem kostenlosen Newsletter. So werden Sie frühzeitig über anstehende Veranstaltungen informiert und bleiben immer auf dem neusten Stand.

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.