Drohendes Platzen der Immobilienblase wegen hoher Hauspreise

News | Jennifer Brandt | 25.07.2016
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Foto: Roland Riethmüller

Wer den Immobilienmarkt etwas genauer beobachtet, der erkennt eine deutliche Preissteigerung. Dies macht sich vor allem auf dem Häusermarkt bemerkbar. Die Gründe dafür sind unterschiedlich und vor allem in den niedrigen Zinsen begründet. Dies erhöht die Attraktivität zur Investition in das sogenannte Betongold. Doch diese Preisentwicklung stellt eine große Gefahr dar, die ein Platzen der Immobilienblase nach sich ziehen könnte.

In den letzten Jahren sind die Zinsen anhaltend niedrig und es lohnt sich kaum noch, sein Geld zu sparen. Daher „flüchten“ immer mehr Menschen in die Möglichkeit der Geldanlage in Immobilien. Doch diese erhöhte Nachfrage verteuert den Preis. Wenn man dann noch beliebte Regionen betrachtet, potenziert sich dies zusätzlich. Das Platzen der Immobilienblase stellt hierbei eine nicht unwesentliche Gefahr dar, urteilt das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung.

Immobilienpreise völlig überteuert am Markt

Grundsätzlich sind die Immobilienpreise deutschlandweit gestiegen. Doch sind es insbesondere die Preise für Wohnhäuser, die eine rasante Aufwärtsentwicklung gemacht haben. Dies wird auch beim dritten Immobilienpreis-Monitoring in Zahlen deutlich. So waren im Dezember 2014 nur in 18 von 141 Arbeitsmarktregionen Anzeichen für überteuerte Wohnhausimmobilien zu finden. Diese Zahl ist bis April 2016 auf 47 gestiegen. Somit ist inzwischen ein Drittel der Arbeitsmarktregionen betroffen. Bei Wohnungen ist zwar auch ein Anstieg von vier auf 20 Arbeitsmarktregionen zu beobachten, doch besteht dafür aktuell kein Risiko, dass es zum Platzen der Immobilienblase kommt.

Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen Quartale, wird das Ausmaß ziemlich deutlich. So haben sich im 4. Quartal 2015 die Preise für Wohnimmobilien in der Republik um etwa vier Prozent. Dies belegen Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Und auch in der ersten Hälfte des laufenden Jahres, ist ein Aufwärtstrend zu verzeichnen.

Deutung der Preisentwicklung

Es muss trotz allem aber auch klar erwähnt werden, dass die Entwicklung des Preisanstiegs nicht wirklich viel über seine Nachhaltigkeit aussagt. Demnach gilt es den Zusammenhang zwischen Einkommensperspektiven und Immobilienpreisen darzustellen. Aus diesem Grund wird in der Studie mittels regionaler Preisindizien analysiert, ob es Anzeichen einer nicht nachhaltigen Preisentwicklung gibt. Dabei wird statistisch geprüft, ob ein erhöhter Preisanstieg maßgeblich gerechtfertigt ist oder auf übersteigerten Erwartungen basiert.

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