Einsparungen durch schlanke Bauprozesse

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Foto: Thomas Siepmann / pixelio.de

Viele Unternehmen sind unzufrieden mit ihren internen Prozessen. Sie wissen, dass man viele Prozesse durchaus optimieren könnte. Die Frage ist dabei immer, wie das am besten gelingen kann. Diesem Thema widmet sich auch die aktuelle Umfrage von Fraunhofer Italia und Fraunhofer IAO, die derzeit bereits 600 am Bau beteiligte Personen als Teilnehmer vorweisen können.

Die Bauwirtschaft steht derzeit vor großen Herausforderungen, denen sie sich stellen muss. Dazu gehören neben den stets neuen oder sich ändernden technologischen Entwicklungen auch die immer neuen Anforderungen an die Gebäude und ihre Architektur. Diese Veränderungen werden über die nächsten Jahre und Jahrzehnte auch die komplette Wertschöpfungskette beim Planen und Bauen beeinflussen. Aber auch Design- und Konstruktionsprozesse werden dabei nicht verschont bleiben. Um diese Entwicklung mitmachen zu können, müssen die Unternehmen ihre internen Prozesse genau prüfen, denn nur durch Prozessoptimierungen kann man langfristig erfolgreich sein und bleiben.

Um sich diesem Thema zukünftig besser widmen zu können und es zu verstehen, haben die Institute Fraunhofer Italia und Fraunhofer IAO sich zu einer Zusammenarbeit entschlossen, die die Forschungsarbeiten dazu voranbringen sollen. Hierfür wurden bisher 600 Personen befragt, die alle am Bau beteiligt sind. Dabei ist festzustellen, dass mehr als 30 Prozent von dieser Gruppe mit ihren Prozessen unzufrieden sind. Über drei Viertel meinen sogar, dass das Einsparpotenzial durch Prozessoptimierungen im zweistelligen Prozentbereich liegen würde.

Bei den Gründen für diese ineffizienten Prozesse und ihre Struktur, sind sich die Teilnehmer der Umfrage weitestgehend einig. Ihrer Meinung nach müssten die in einem Planungsprozess mitwirkenden Personen viel früher Hand in Hand zusammenarbeiten. Darüber hinaus meinen die Befragten, würde die Kommunikation zwischen den einzelnen Beteiligten oft mangelhaft sein, was eine weitere Ineffizienz der Prozesse verursacht. In der Bauausführung soll besonders die Nichteinhaltung von Liefer- und Abschlussterminen zu Effizienzverlusten führen.

Die Befragung macht deutlich, dass in der Bauwirtschaft ein großes Potenzial der Verbesserung von Prozessabläufen zwischen Planern, Konstrukteuren, Kaufleuten und Dienstleistern besteht. Gut die Hälfte der an der Umfrage teilnehmenden Personen glaubt dabei, dass das sogenannte Lean Management ein möglicher Lösungsansatz für Verbesserung sein könnte. Um diese dann entsprechend anwenden zu können, besteht die nächste Herausforderung dann allerdings darin, den am Bauprojekt mitwirkenden Personen diese Methode erst einmal zu erklären und die Betroffenen dann auch entsprechend dafür zu qualifizieren.

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