Eisenwarenmesse 2021 wegen der Pandemie komplett abgesagt

News | Frank Kessler | 02.12.2020
Eisenwarenmesse 2021 wegen der Pandemie komplett abgesagt
Foto: Roland Riethmüller

Noch immer hält die Corona-Pandemie die Welt in Atem. Nun haben auch die Veranstalter der Eisenwarenmesse die Konsequenzen gezogen und die Weltleitmesse komplett abgesagt. Unter besseren Rahmenbedingungen soll die Messe erst im Jahr 2022 wieder stattfinden. Die Vorbereitungen dafür sollen nächste Woche beginnen. Die Werkzeugindustrie bedauert die Absage, unterstützt jedoch die Maßnahme angesichts der aktuellen Entwicklung.

Die auf Frühjahr 2021 verschobene Eisenwarenmesse wird wegen der Pandemie auch im kommenden Jahr nicht stattfinden können. Das ist die bittere Wahrheit, die die Messeleitung mit großem Bedauern kürzlich bekannt gab. Noch Ende Oktober herrschte Zuversicht, was die geplante Messe für das Jahr 2021 anbetrifft. Aufgrund der aktuellen Lage und der Reiserestriktionen hat sich jedoch ein großer Teil der Aussteller gegen eine Teilnahme an der Messe ausgesprochen. Das geplante Sicherheits- und Hygienekonzept war auch nicht ausreichend genug, um für mehr Planungssicherheit bei den Teilnehmern zu sorgen.

Die Eisenwarenwarenmesse lebt von der physischen Präsenz

“Wir waren gut aufgestellt und haben fest daran geglaubt, dass mit unserem hybriden Format vieles möglich gewesen wäre”, betont Catja Caspary, Geschäftsbereichsleiterin der Kölnmesse. “Auch ein rein digitales Format wäre kein Ersatz für den neuen, hybriden Ansatz gewesen, da der Fokus bei der Internationalen Eisenwarenmesse nach wie vor auf einer physischen Präsenz der Aussteller basiert." Ein wichtiges Merkmal der Messe sei die Internationalität auf Besucher- und Ausstellerseite. Das sagte der Direktor der Messe, Matthias Becker, in einem Gespräch.

Breites Verständnis für diese Maßnahme

"Die angesichts der aktuellen Entwicklungen alternativlose Absage der Eisenwarenmesse 2021 wird von unseren Mitgliedsfirmen nachdrücklich unterstützt, gleichzeitig aber auch sehr bedauert", kommentiert der Vorsitzende des Fachverband Werkzeugindustrie (FWI), Michael Kleinbongartz, die Entscheidung der Kölnmesse. Niemand ist diese Entscheidung leicht gefallen, doch die Corona-Pandemie hat Zweifel aufkommen lassen, ob sie anhand der aktuellen Lage noch ihrer Rolle als Leitmesse gerecht geworden wäre.

Der nächste Termin ist vom 6. bis 9. März 2022. Besucher, Veranstalter und Aussteller haben jetzt genug Zeit, um sich auf diesen Termin vorzubereiten. Im FWI sind zirka 110 Werkzeug- und Dübelhersteller organisiert. Im Jahr 2019 wurde mit 32.400 Beschäftigen in der Branche ein Umsatz von fünf Milliarden Euro erwirtschaftet. Vorrangige Ziele des Verbands sind ein fairer Wettbewerb und die Stärkung des Standorts Deutschland. Die Eisenwarenmesse 2022 soll ein breites Eventprogramm und eine große internationale Reichweite bieten. Dafür sollen hochkarätige Sonderschauen und Themenplattformen sorgen.

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