Im Rahmen der „Netzbaustelle der Zukunft“ werden aktuell in Baden-Württemberg neue Maßstäbe mit vollelektrischen Baumaschinen gesetzt. So kommen für die Dauer der Baumaßnahmen erstmal auf einer Baustelle ausschließlich vollelektrische Baufahrzeuge zum Einsatz. E-Maschinen senken CO2-Emissionen, reduzieren Lärm und steigern die Sicherheit – ein Gewinn für Umwelt, Anwohner und alle beteiligten Bauprofis. Diese wegweisende Baustelle zeigt, wie die Zukunft der Bauwirtschaft aussieht: nachhaltig, effizient und ressourcenschonend.
Im Rahmen einer Netzverstärkung für die Netze BW im baden-württembergischen Rangendingen kommen erstmals ausschließlich vollelektrische Baumaschinen für die Dauer der Baumaßnahme zum Einsatz. Damit realisiert das Bauunternehmen Leonhard Weiss erhebliche Vorteile, nicht nur für die Anwohner. Die Baustelle soll bis Mitte Dezember andauern und ist ein Teil der „Netzbaustelle der Zukunft“. In diesem Rahmen dieses Programms der Netze BW soll das Bauen in der Zukunft sicherer, nachhaltiger und effizienter gestaltet werden. Durch den Verzicht auf konventionelle Baumaschinen wird das Leben und Arbeiten auf der Baustelle am Ende wesentlich angenehmer. Anlässlich eines kürzlich veranstalteten Events konnte der Baukonzern die Kontraste im Hinblick auf die Abgase von Bagger, Rüttler und Stampfer verdeutlichen.
Die vollelektrische Baustelle optimiert die Energiebilanz
Wenn auf einer Baustelle Maschinen und Geräte mit Verbrennungsmotoren eingesetzt, dann entstehen oft Leerlaufzeiten. Bei E-Motoren gibt es keinen Leerlauf und deshalb wird auch keine Energie verbraucht. Das schont Ressourcen und verbessert die CO2-Bilanz. Elektrische Maschinen haben noch einen weiteren Vorteil, besonders bei Arbeiten in einer Grube. Dort können sich Abgase nicht anstauen und auf die Baustellenarbeiter einwirken. Immer häufiger werden daher elektrische Antriebe auch im Bergbau genutzt. Das schützt vor allem die Mitarbeiter, bestätigen auch die das Projekt begleitenden Forscher der Hochschule Biberach.
Elektro als Zukunft der klimafreundlichen Baustellen
Somit ist die vollelektrische Baustelle ein klimabewusstes Projekt. Auf einer Strecke von 400 Metern wird das Nieder- und Mittelspannungsnetz ausgebaut, um es stabiler und leistungsfähiger zu machen. Außerdem wird eine digitale Umspannstation eingerichtet, damit Endverbraucher diesen Strom auch nutzen können. Doch nicht nur das Projekt selbst ist klimabewusst. Durch das entstehende Netz können Wallboxen, PV-Anlagen und Wärmepumpen an das Stromnetz angeschlossen werden. „Wir freuen uns, hier vor Ort durch den Einsatz der vollelektrischen Baumaschinen, zur Reduzierung von Lärm und Umweltauswirkungen beitragen zu können“, erzählt Jean-Pierre Liedtke als verantwortlicher Bauleiter bei Leonhard Weiss. Die vollelektrische Baustelle biete viele Vorteile für Mitarbeiter und die Anwohner. Es werden keine Abgase erzeugt und die Geräusche zusätzlich reduziert. Bereits im Jahr 2023 hatte das Bauunternehmen für die Stadtwerke Tübingen eine vollelektrische Baustelle betrieben. Erstmals werden nun jedoch auch die LKWs des Bauunternehmens vollelektrisch betrieben.

















