Elternzeit benachteiligt Handwerksbetriebe

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Foto: Roland Riethmüller

Anfang Juni wurde vom Bundeskabinett der Gesetzentwurf zum sogenannten „Elterngeld plus“ präsentiert. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) kritisiert, dass gerade kleine und mittlere Handwerksbetriebe schlechter damit gestellt werden. Denn zukünftig soll die Elternzeit mehrfach bis zum achten Lebensjahr des Kindes und ohne Zustimmung des Arbeitgebers genommen werden können. Dies jedoch ermöglicht keine vorausschauende Betriebsführung und Personalplanung.

Besonders kleine und mittlere Handwerksbetriebe sind zu Zeiten des Fachkräftemangels auf jede Arbeitskraft angewiesen. Sie sind folglich deutlich mehr als große Unternehmen dazu gezwungen, dass sie vorausschauend das Personal planen und verantwortungsbewusst den Betrieb führen können. Daher ist es geradezu unpassend, wenn künftig ohne Abstimmung und Zustimmung des Arbeitgebers in drei Zeitabschnitten bis zu einem Alter des Kindes von acht Jahren Elternzeit genommen werden kann. „Die Neuregelung der Elternzeit muss die Belange von kleinen und mittleren Handwerksbetrieben besser berücksichtigen“, sagt Holger Schwannecke. Als Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) fordert er daher bei berechtigten betrieblichen Belangen hinsichtlich der zeitlichen Wahl der Elternzeit zwischen dem dritten und achten Lebensjahr des Kindes ein Widerspruchsrecht. Nur so erhält der Betrieb ein Mindestmaß an Planbarkeit.

Grundsätzlich befürwortet Schwannecke die Ausdehnung des Elterngeldes während der Elternzeit, um berufliche Auszeiten einzudämmen. Denn durch den Fachkräftemangel ist es sehr im Interesse der Betriebsinhaber, wenn die Mütter schneller wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren. Gleichzeitig betont Schwannecke aber: „Das ElterngeldPlus ist jedoch kein Ersatz für den dringend erforderlichen weiteren Ausbau von Kindertageseinrichtungen.“

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