Empfindlicher Anstieg bei Pellets wegen knapper Holzspäne

News | Frank Kessler | 19.01.2022
Empfindlicher Anstieg bei Pellets wegen knapper Holzspäne
Foto: Deutsches Pelletinstitut

Da der Preis für Holzrohstoffe in letzter Zeit dramatisch gestiegen ist, verzeichnet der Pelletpreis im Januar 2022 einen erheblichen Preisanstieg. Trotzdem sind Holzpellets im Vergleich immer noch günstiger als fossile Energien. Der Preisanstieg hat jedoch in Deutschland wenig Einfluss auf den Pellethandel, da viele Verbraucher eher im Frühjahr und Sommer bei niedrigen Preisen ihre Lager füllen. Auch regional gibt es für Pellets Preisunterschiede.

Der Pelletpreis ist aktuell so hoch wie lange nicht mehr. Hintergrund sind die deutlich teureren Rohstoffe, die auch den Preis für Pellets in die Höhe getrieben haben. Wie das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) mitteilt, kostet demnach eine durchschnittliche Lieferung von sechs Tonnen im Bundesdurchschnitt 366,58 Euro pro Tonne. Die Preissteigerung beträgt somit 20,9 Prozent gegenüber des Vormonats. Das entspricht einem Anstieg im Vergleich zum Januar 2021 von 54 Prozent. Trotzdem kann das immer noch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Holzpellets gegenüber fossiler Energien einen entscheidenden Preisvorteil besitzen. Denn während der Preis für ein Kilo Pellets bei 36,66 Cent und die Kilowattstunde Wärme bei 7,33 Cent liegt, sind fossile Brennstoffe wie Gas rund 26 Prozent und Öl rund 17 Prozent teurer.

Knappe Holzspäne treiben den Preis von Pellets

"Die knappe Verfügbarkeit von Holzspänen und ihr deutlicher Preisanstieg machen Pellets aktuell außergewöhnlich teuer", berichtet DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele. Doch es sind nicht nur die Rohstoffpreise, sondern auch die Preise für Kraftstoff und Strom bei der Produktion angestiegen. Auf dem Holzmarkt zeichnet sich jedoch eine deutlich steigende Nachfrage nach Bauholz ab und Bentele rechnet erst mit einer Entspannung zu Beginn des Frühjahrs. Gleichzeitig berichtet der Pellethandel in Deutschland von einer zurückhaltenden Nachfrage. Daraus ergibt sich, dass viele Verbraucher ein saisonbedingtes Einkaufsverhalten praktizieren und ihre Lager erst im Frühjahr und im Sommer befüllen. Dann sind Holzpellets auch am günstigsten.

Große Unterschiede bei den Regionalpreisen

Auch regional kommt es zu Unterschieden beim Pelletpreis. Bei einer Abnahme von sechs Tonnen ist der Preis in Süddeutschland am niedrigsten. Hier kostet die Tonne 357,93 Euro. In Mitteldeutschland bezahlt man durchschnittlich 372,03 Euro je Tonne. In Nord- und Ostdeutschland kosten die Pellets 377,61 Euro pro Tonne. Größere Mengen von 26 Tonnen werden im Januar 2021 im Süden mit 343,14 Euro, in Mitteldeutschland mit 352,57 Euro und im Norden und im Osten mit 361,87 gehandelt.

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