Endlich Förderprogramme zur energetischen Sanierung vereinfachen

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Foto: KfW-Bildarchiv / photothek.net

Es zeigt sich aktuell, dass die Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Bestandsbauten immer seltener vorgenommen werden. Dies ist insbesondere in Anbetracht der zu erreichenden Klimaziele ein alarmierendes Ergebnis. So muss man endlich daran arbeiten, die Situation wieder zu verbessern. Doch dies ist nur möglich, wenn man die zahlreich existierenden Förderprogramme endlich vereinfacht. Wenn man dies nicht zeitnah schafft, ist die Erreichung der Energiewende eindeutig in Gefahr.

Die Entwicklung der energetischen Modernisierung ist leider alles andere als positiv. Denn seit Jahren stagniert der Markt. In den vergangenen Jahren sind die Investitionen sogar rückläufig. Man fragt sich daher vor allem, was der Grund dafür ist. Denn es lässt sich nicht leugnen, dass der Staat und andere Institutionen durchaus finanzielle Anreize bei solchen energetischen Sanierungen schaffen. Doch genau das ist gleichzeitig auch das Problem. Das Angebot an Förderprogrammen ist einfach viel zu groß und undurchsichtig für den Eigenheimbesitzer.

Angebot an Förderungen viel zu groß und undurchsichtig

Aktuell gibt es bundesweit 3.350 Förderprogramme für energetische Maßnahmen an Gebäuden. Dabei gibt es aber auch unterschiedliche Träger, die diese Programme anbieten. Wohl am bekanntesten sind dabei die KfW Bankengruppe und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dazu kommen Länder, Kommunen und Energieversorger die zusätzlich durch eigene Förderprogramme unterstützen.

Ein aktuelles Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), das in Zusammenarbeit mit der Schwäbisch-Hall-Stiftung, dem Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) und dem volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk erarbeitet wurde, bestätigt rückläufige Investitionen in der energetische Modernisierung. Das Gutachten legt auch offen, dass es oft das nicht durchschaubare Angebot an Förderprogrammen ist, das den Eigenheimbesitzer von Modernisierungsmaßnahmen absehen lässt.

Energetische Sanierung ein Muss, doch einfachere Förderungen aufzeigen

Dass energieeffiziente Gebäude absolut unverzichtbar sind, ist inzwischen jedem klar. Auch deswegen wünschen sich immer mehr Eigenheimbesitzer die energetische Sanierung ihres Gebäudes. Doch spätestens, wenn es an die Unterstützung durch Förderprogramme geht, sind die meisten restlos überfordert. Denn es ist für den Ottonormalverbraucher kaum noch möglich, sich durch die Vielzahl der Angebote zu kämpfen. Geschweige denn, dabei das für sich beste Angebot zu ermitteln.

Aus diesem Grund empfehlen die Experten eine Vereinfachung der Fördermittel. Dabei bietet es sich ihrer Meinung nach an, die Programme der KfW, des BAFA und der Länder zusammenzulegen. Auf kommunaler Ebene können zusätzliche Programme durch Energieversorger angeboten werden. Dennoch sollte man alle lokalen Angebote auf einer bundesweiten Plattform zusammenführen und dort einsehbar machen.

Des Weiteren ist man davon überzeugt, dass steuerliche Anreize geschaffen werden müssen, welche sich voll auf die Reduzierung von Treibhausgasen ausrichten. Die verwendete Technologie zur Effizienzsteigerung sollte nur zweitrangig sein.

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