Endlich mehr Einheitlichkeit bei BIM - Datenbank BIMeta hilft

News | Frank Kessler | 27.01.2021
Endlich mehr Einheitlichkeit bei BIM - Datenbank BIMeta hilft
Foto: Roland Riethmüller

Seit Anfang 2021 ist die offene digitale Plattform BIMeta für alle BIM-Klassen online. Es ist die erste Datenbank der Branche, die Merkmalsdefinitionen aus verschiedenen Normen, Richtlinien und Standards in einem einheitlichen System verknüpft und übergreifend bereitstellt. Diese Plattform steht allen am Prozess Beteiligten gemeinsam zur Verfügung. Dadurch dient sie als Übersetzer zwischen den verschiedenen Gewerken.

Mit BIMeta ist seit Beginn des Jahres die erste Datenbank der Baubranche für den offenen BIM-Datenaustausch online. In einem einheitlichen System werden die unterschiedlichen Komponenten für die Anwendung von Building Information Modeling (BIM) gruppiert und als übergreifende Zusammenfassung für alle am Bauprozess Beteiligten zur Verfügung gestellt. Zu Beginn liegt der Schwerpunkt noch auf den Fachgebieten "Bauprodukte", "Facility-Management" und "Technische Gebäudeausrüstung". In Zukunft sollen weitere Bereiche aufgenommen werden, wie zum Beispiel die Infrastruktur.

BIMeta bietet BIM eine einheitliche Sprache

Endlich wurde eine einheitliche Sprache für Fachverbände, Handel, Hersteller, Fachbetriebe, Fachplaner, Softwarehersteller und Bauherren geschaffen. Dabei ist BIMeta herstellerneutral und offen, sowie international nutzbar. Die Digitalisierung in der Baubranche wird dadurch beschleunigt und eine einheitliche Sprache für die Bauwirtschaft geschaffen. "Wir erleben häufig, wie Projektbeteiligte im Bauprozess aneinander vorbeireden, weil in verschiedenen Gewerken unterschiedliches Vokabular für dieselbe Sache genutzt wird", erklärt Clemens Schickel, technischer Referent des Bundesindustrieverbands Technische Gebäudeausrüstung (BTGA), der den gemeinsamen Prozess koordiniert. Weiter sagt er, dass die verschiedenen Gewerke sehr viele Klassifikationssysteme kennen, die unterschiedlich gewachsen sind. Für die Erfüllung der Aufgaben sind sie jedoch erforderlich. BIMeta soll daher als Übersetzer fungieren und das Sprachdickicht lichten.

Ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung

BIM ist für die Bauwirtschaft ein Sinnbild für die digitale Zukunft. Den Verbänden und Unternehmen ist folglich mit BIMeta ein wichtiger Schritt zu mehr Digitalisierung und stärkerer Vernetzung der Bauprozesse gelungen. So profitieren besonders die Architekten, Facility-Manager und Monteure von dieser neuen Plattform. Durch die Verknüpfung der Merkmalsdefinitionen aus verschieden Normen, Standards und Richtlinien wird endlich ein einheitliches System erstellt und übergreifend als Zusammenfassung zur Verfügung gestellt. Viele am Bau Beteiligte müssen gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Mit BIMeta bekommen sie eine gemeinsame Plattform, in der alle Standards, Richtlinien und Normen zusammengestellt sind. Das verschafft einen großen Überblick und spart Arbeitszeit für die Verantwortlichen.

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