EnEV 2014 mit Holzfaserdämmstoffen umsetzen

News , 31.03.2014 , Roland Riethmüller Bild zu: EnEV 2014 mit Holzfaserdämmstoffen umsetzen
Foto: VHD

Bereits im letzten Jahr einigte sich die Bundesregierung auf eine strengere Energieeinsparverordnung mit neuen Bestimmungen zur Gebäudedämmung. Die neue EnEV 2014 wird zum Mai 2014 gültig und dabei vor allem Bestandsbauten betreffen. So müssen zeitnah die obersten Geschossdecken gedämmt und der Dachbodendämmung eingebaut werden. Der Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD) empfiehlt dafür Holzfaserdämmstoffe.

Im Oktober vergangenen Jahres hat die Bundesregierung die Novellierung der Energieeinsparverordnung als EnEV 2014 beschlossen. „Die EnEV-Novelle sieht vor, dass Neubauten ab 1. Januar 2016 erheblich strengeren energetischen Anforderungen gerecht werden müssen. Beispielsweise senkt die EnEV 2014 den zulässigen Wert für die Gesamt-Energieeffizienz eines Gebäudes um 25 Prozent gegenüber der bisherigen Verordnung.“ erläutert Dr. Tobias Wiegand, Geschäftsführer des Verbandes Holzfaser Dämmstoffe e.V. (VHD). Dadurch muss die Effizienz durch die Dämmung von Bauteilen nach der neuen EnEV 2014 um 20 Prozent ansteigen, erinnert der Experte.

Während Neubauten bereits nach der neuen EnEV 2014 gebaut werden können, so sind vor allem bei Bestandsbauten nachträgliche Anpassungen notwendig. Hier müssen die obersten Geschossdecken bis Ende 2015 aufgedämmt sein, sofern sie nicht die entsprechenden Mindeststandards an die Wärmedämmung erfüllen. Dies betrifft vor allem der Boden im unbeheizten, unbewohnten, aber begehbaren Dachgeschoss. Die Verpflichtung zur Dämmung der obersten Geschossdecke besteht zwar bereits seit 2011, deren Umsetzung wurde jedoch selten kontrolliert. Das dürfte sich mit der Einführung der neuen EnEV ändern.

Für Dachböden bieten sich aufgrund der besonders guten Dämmeigenschaften Holzfaserplatten an. Bei verwinkelte Räume schaffen Holzfaser-Einblasdämmungen auch bei Hohlräumen und Dachgefache Abhilfe. So bieten sich ebenfalls flexible Dämmmatten aus Holzfasern eine sehr geeignete Dämmung der Gefache zwischen Dachsparren und Holzrahmen- bzw. Holztafelwänden an. „Eine Dachboden- und Dachflächendämmung mit diffusionsoffenen Holzfaserprodukten ist preiswert herzustellen und in höchstem Maße effizient. Bei fachgerechter Ausführung durch einen geschulten Handwerksbetrieb kann der Hauseigentümer sicher sein, Heizwärmeverlusten nach oben dadurch optimal vorzubeugen und zugleich einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, bestätigt VHD-Geschäftsführer Tobis Wiegand.

Wesentlich Argumente für den Einsatz von Holzfaserdämmstoffen sind ebenfalls die deutliche Verbesserung des Wohnkomforts, vor allem für Personen, die leicht auf Unterschiede im Raumklima reagieren. Durch die Regulierung des Feuchtegehalts der Raumluft durch den kapillaren Aufbau der Holzfaserdämmstoffe wird die Wohnbehaglichkeit und Wohngesundheit spürbar verbessert. Davon profitieren vor allem Familien mit Kindern und ältere Menschen in Krankenhäusern oder Altenheimen.

Nach der EnEV 2014 wird die nächste Verschärfung der EnEV voraussichtlich 2021 umgesetzt. Dann wird im gesamten europäischen Raum der sogenannte „Niedrigstener-Gebäudestandard“ für alle Neubauten in Kraft treten. Details sind jedoch noch nicht bekannt, wird jedoch von der EU voraussichtlich bis 2018 bekannt gegeben.