Enge Kooperation der Bauwirtschaft bei BIM-Fortbildung

Enge Kooperation der Bauwirtschaft bei BIM-Fortbildung
Foto: Roland Riethmüller

In der Bauwirtschaft schreitet die Digitalisierung zunehmend voran. Mit Hilfe von digitalen Bauwerksmodellen können alle relevanten Informationen erfasst und verarbeitet werden. Trotzdem müssen Planer und Ausführende erst lernen, gemeinsam mit allen anderen am Bau Beteiligten die Leistungen aufeinander abzustimmen. Für mehr Effizienz sind daher gemeinsame Fortbildungen im Bereich BIM (Building Information Modeling) geplant.

Die Bundesarchitektenkammer (BAK), Bundesingenieurkammer (BIngK) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) beschließen eine gemeinsame Zusammenarbeit im Bereich Building Information Modeling (BIM). „Mit den gemeinschaftlich konzipierten Fortbildungen nach einheitlichen Standards ist ein weiterer Meilenstein erreicht, um eine transparente und effiziente Abstimmung aller an Planung und Bau Beteiligten mit Hilfe digitaler Methoden zu verbessern“, erklärt BAK-Bundesgeschäftsführer Dr. Tillman Prinz. Eine solche Kooperation habe nur dann Erfolg, wenn jeder die Sichtweise des anderen Beteiligten kennt, bestätigt ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. Kollisionen und kostenintensive Fehler könnten durch die Digitalisierung frühzeitig erkannt und somit verhindert werden. Wie das geschehen kann, wird in gemeinsamen Fortbildungsmaßnahmen vermittelt.

Der Erfolg steht und fällt nur durch Kooperation

Auch BingK-Hauptgeschäftsführer Martin Falenski bekräftigte, dass der Erfolg von diesen Projekten von der Kooperation aller Beteiligten abhängt. Die Rollen von Planenden und Ausführungen dürften nicht infrage gestellt werden. Wichtiger sind das gemeinsame Verständnis und das Miteinander, das durch diese eingegangene Kooperation erreicht wird. BIM ermöglicht es, dass anhand der Grundlage digitaler Modelle alle wichtigen Daten und Informationen erfasst und verwaltet werden. Dabei erfolgt die kontinuierliche Aktualisierung der Lebenszyklusphasen eines Bauwerks. Diese Daten stehen allen Beteiligten zur Verfügung.

Gemeinsames Verständnis durch gemeinschaftliche konzipierte BIM-Fortbildungen

Die Bundesarchitektenkammer und die Bundesingenieurkammer erarbeiten bereits seit Januar 2018 gemeinsame Lehrprogramme zum BIM Standard Deutscher Architekten- und Ingenieurkammern nach der bs/VDI Richtlinie 2552 Blatt 8ff. Der Mehrwert dieses Unterfangens besteht darin, dass alle Beteiligten von Anfang an in der Digitalisierung geschult werden. Nur so kann ein gemeinsames Verständnis erreicht und der kooperative Ansatz mit Leben erfüllt werden. Die Voraussetzung dafür sind gemeinsame Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Diese gemeinschaftlich konzipierten Fortbildungen gemäß einheitlicher Standards sind ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Mit Hilfe der Digitalisierung wird die Qualität deutlich verbessert. Das kann aber nur dann gelingen, wenn sie zum gemeinschaftlichen Ziel angestrebt und auch entsprechend umgesetzt wird. Das setzt eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten voraus.

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