Erfolgreiche Prävention gegen Schwarzarbeit

News , 19.01.2016 , Jennifer Brandt Bild zu: Erfolgreiche Prävention gegen Schwarzarbeit
Foto: Wolff & Müller

Schwarzarbeit am Bau stellt immer noch ein riesiges Problem dar und lässt sich nur mit kontinuierlicher Prävention eindämmen. Diese entsprechend gründlich voranzutreiben, sollte jedem Unternehmen der Bauwirtschaft ein großes Interesse sein. Denn am Ende schaden sich die am Bau Agierenden durch Schwarzarbeit nur selbst. Der TÜV Thüringen hat in diesem Zusammenhang jüngst das Bauunternehmen Wolff & Müller für ein aktuelles Bauprojekt mit dem Zertifikat “präventiv & nachhaltig” ausgezeichnet.

Leider ist es immer noch auf vielen deutschen Baustellen üblich, Schwarzarbeiter und illegale Beschäftigte arbeiten zu lassen. Grund dafür ist meist der finanzielle Aspekt, denn immer mehr Auftraggeber gehen bei der Wahl ihrer Bauunternehmer nach dem Preis. Dieser ist natürlich meist bei den Unternehmen niedrig, die nicht mir sauberen Mitteln arbeiten. Zwar gibt es bereits Initiativen gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung. Doch dass Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung am Ende doch einen hohen Preis hat und der Wirtschaft einen hohen Schaden zufügt, machen sich dabei leider nicht alle Akteure bewusst genug.

Wolff & Müller für Prävention zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung ausgezeichnet

Umso erfreulicher ist es aber, dass es auch andere gibt. So auch das Bauunternehmen Wolff & Müller. Hier wird nämlich eine große Prävention zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung vorangetrieben. Der TÜV Thüringen und die Berliner Umwelt- und Unternehmensberatung envigration haben die Berliner Niederlassung der Wolff & Müller mit ihrem Bauprojekt Spindlershof für das Umwelt- und Nachunternehmermanagement mit dem Zertifikat “präventiv & nachhaltig” ausgezeichnet.

Dieses Bauprojekt zeichnet sich vor allem darin aus, dass die angewendeten Prüf- und Bewertungskriterien des Zertifizierungsverfahrens weit über gesetzliche Vorgaben hinsichtlich Umwelt und sozialversicherungsrechtlichen Bestimmungen hinausgehen.

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung bereits im Keim ersticken

Das Präventionsprogramm wurde von Wolff & Müller bereits im Jahr 2011 in enger Kooperation mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls vorangetrieben. Ziel ist es dabei, Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung von Beginn an im Keim zu ersticken. Dies bewerkstelligt das Unternehmen über eine selbst gegründete Stabsstelle samt zehn Nachunternehmerkoordinatoren.  Diese unterstützen dabei alle 27 Niederlassungen von Wolff & Müller im gesamten Bundesgebiet.

Nur unbedenkliche und seriös arbeitende Betriebe werden beauftragt

Die jeweiligen Prüfungen beginnen bereits ab dem Punkt der Auftragsvergabe. Dabei prüft jede Schnittstelle innerhalb des Unternehmens, z.B. der Einkauf, mit der Stabsstelle jedes Nachunternehmen, welches in Betracht gezogen wird. Dies geschieht auf Basis eine Kriterienkataloges. Im Rahmen eines Ampelsystems erfolgt dann eine Warnung, sobald beispielsweise Unbedenklichkeitserklärungen der Sozialkassen oder Finanzbehörden bei einem Partnerunternehmen fehlen. Auch andere Mechanismen sorgen dafür, dass nur noch unbedenkliche und seriös arbeitende Unternehmen an Bauprojekten beteiligt sind.

Damit jeder einzelne Mitarbeiter weiß, worauf er bei dieser Arbeit zu achten hat, schult Wolff & Müller die Beschäftigten regelmäßig und umfangreich. So erkennen alle Beteiligten, wann Schwarzarbeit, Meldebetrug u.ä. vorliegen. Außerdem sorgen unangemeldete Kontrollen auf den Baustellen, durchgeführt von Nachunternehmerkoordinatoren, für zu einer erfolgreichen Bekämpfung des Problems.

Mit Vertrauen zur erfolgreichen Zusammenarbeit

Am Ende schützt sich Wolff & Müller genau durch diese genauen Prüfverfahren und Stichprobenkontrollen vor eigenen wirtschaftlichen Schaden. Denn nur wer seine Partner genau kennt, kann ihnen auch vertrauen und erfolgreich mit ihnen zusammenarbeiten.