Erste Tarifverhandlung Bau

Bild zu: Erste Tarifverhandlung Bau
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

In der diesjährigen Tarifrunde für das Bauhauptgewerbe konnte am ersten Tag der Tarifverhandlung noch keine Einigung erzielt werden. Während die Arbeitnehmervertreter 6,6 Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung fordern, weisen die Arbeitgebervertreter auf das durch Materialpreissteigerungen geringe Wachstum hin. Der drohende Fachkräftemangel war ebenso Thema wie die Angleichung der Löhne in Ost und West sowie eine Übernahmeregelung für Auszubildende.

In der Tarifverhandlung Bau für rund 750.000 Bauarbeiter im Bauhauptgewerbe konnte von den Tarifparteien noch keine Übereinkunft zur Entwicklung der Löhne getroffen werden. So endete das erste Gespräch zwischen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und den beiden Arbeitgeberverbänden, dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) am 20. Februar ohne Ergebnis. Während die IG BAU für ihre Mitglieder 6,6 Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung fordert, hat sich die Arbeitgeberseite nicht konkret geäußert. IG BAU-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers sieht darin eine Hinhaltetaktik wie in den Vorjahren. Neben der finanziellen Beteiligung an der guten Baukonjunktur erwartet die Gewerkschaft ebenfalls eine Anhebung der Mindestlöhne sowie die weitere Angleichung der Ost- an die Westlöhne und eine Übernahmeregelung für Auszubildende.

In der Diskussion über Inflation, Produktivitätssteigerung, Einkommensentwicklung und Umsatzwachstum verweist die Arbeitgeberseite unter der Führung von Vizepräsident des ZDB Frank Dupré in der Tarifverhandlung auf eine dennoch seit Jahren unveränderte Ertragssituation der Betriebe. Die positive Umsatzentwicklung von knapp 2 Prozent für 2013 wird durch deutliche Materialpreissteigerungen neutralisiert. Dupré: „Man muss das Geld erst verdienen, bevor man es verteilen kann.“

In der Tarifverhandlung wurden auch weitere Maßnahmen zur Fachkräftesicherung diskutiert. So warnt Schäfer vor einem weiteren Auseinanderdriften der Einkommen in der Baubranche von denen in der Industrie. Gleichzeitig rechnet er in Zeiten begrenzter Fachkräfte mit einem Einsehen der Betriebsinhaber und fordert von der Arbeitgeberseite ein verhandlungsfähiges Angebot für die nächste Tarifverhandlung am 8. März in Berlin.

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen?

Dann melden Sie sich doch gleich an zum kostenlosen E-Mail-Newsletter und lassen sich über weitere Neuigkeiten wöchentlich informieren!

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

Das könnte Sie auch interessieren

Messen & Kongresse 2024

Der große Meistertipp-Kalender: Messen und Kongresse 2024 für Bauindustrie, Baugewerbe, Bauhandwerk und die Bauwirtschaft.

Newsletter

Verpassen Sie nichts mehr mit unserem kostenlosen Newsletter. So werden Sie frühzeitig über anstehende Veranstaltungen informiert und bleiben immer auf dem neusten Stand.

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.