Europäischer Wohnungsbau noch immer schleppend

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Foto: Roland Riethmüller

Die wirtschaftliche Situation ist aufgrund der Finanzkrise in Europa immer noch sehr angespannt. Auch der Wohnungsbau muss unter dieser Situation leiden und erholt sich nur mühsam bis gar nicht. Weiterhin fällt auf, dass sich Europa nicht gleich gut entwickelt, sondern einige Länder sehr gut und andere wiederum ausgesprochen schlecht dastehen.

Es lässt sich leider nicht von der Hand weisen, dass es um den Wohnungsbau in Europa nicht sonderlich gut bestellt ist. Es wird sogar erwartet, dass sich die Zahlen in diesem Jahr auf dem tiefsten Stand seit den letzten 20 Jahren befinden werden. Ein Aufleben des Wohnungsbaus im europäischen Raum wird nicht vor dem Jahr 2015 erwartet. Besonders alarmierend ist auch, dass die Entwicklungen in den einzelnen Ländern stark differenzieren und ein deutliches Gefälle zwischen Nord- und Südeuropa vorliegt.

Insbesondere in Südeuropa und einigen osteuropäischen Ländern ist die Lage alles andere als gut. So können Portugal und Spanien sowie Tschechien nicht positiv in die Zukunft blicken. Unter diesen drei Ländern bleibt wohl nur für Spanien die Hoffnung auf Zuversicht, denn Experten erwarten hier ab dem Jahr 2015 einen, wenn auch schwachen, Anstieg der Bautätigkeit im Wohnungsbau.

Die Schweiz und Frankreich werden wohl zwischen den Jahren 2013 und 2015 mit rückläufigen Zahlen rechnen müssen. In Italien dagegen wird wohl ab 2014 ein Aufwärtstrend vorliegen. Norwegen steht im Vergleich zu den insgesamt 19 EUROCONSTRUCT-Ländern sehr gut da. Bereits im Jahr 2011 konnte man einen Anstieg der Bautätigkeit im Wohnungsbau vermelden, der voraussichtlich auch noch bis zum Jahr 2015 anhält. Norwegen profitiert hierbei vor allem von seiner immer noch guten wirtschaftlichen Lage, was sich in der Bautätigkeit entsprechend niederschlägt.

Ebenfalls positiv ist es um Deutschland bestellt. Hier konnte schon seit dem Jahr 2010 ein Anstieg der Bautätigkeit festgestellt werden, der sich in diesem Jahr insbesondere im Neubau noch mal stark steigern wird. „Die niedrigen Bauzinsen, die stark gestiegene Zuwanderung sowie die anhaltende Flucht in Sachwerte dürften den Wohnungsbau hierzulande weiterhin stimulieren. Für 2015 rechnen wir mit rund 240.000 Wohnungsfertigstellungen. Dies würde einen Anstieg gegenüber 2010 um etwa 100.000 Einheiten beuteten“, sagt Ludwig Dorffmeister, Bau-Experte aus dem ifo Zentrum für Industrieökonomik und neue Technologien, über die Situation.

Insgesamt lässt sich zusammenfassend feststellen, dass die Aktivitäten im Neubau noch wesentlich schlechter sind als bei denen im Bestandsbau. Und auch wenn man für das laufende Jahr in vielen Ländern weitere Einbrüche erwartet, so ist man sich sicher, dass es aber im kommenden Jahr wieder vorangehen wird.

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