Auf deutschen Baustellen wird qualifiziertes Personal immer knapper. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie stark der Fachkräftemangel am Bau inzwischen auch die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen belastet: 96 Prozent der befragten Bauunternehmen erleben Personalengpässe bei Projektpartnern, 41 Prozent sogar in erheblichem oder extremem Ausmaß. Besonders betroffen sind zentrale Baugewerke. Um trotz fehlender Fachkräfte leistungsfähig zu bleiben, setzt die Bauwirtschaft verstärkt auf Vorfertigung, Robotik, Automatisierung und digitale Planung.
Der Fachkräftemangel entwickelt sich für die Bauwirtschaft zunehmend zum konkreten Problem auf der Baustelle. Wie stark fehlendes Personal inzwischen Bauprojekte beeinflusst, zeigt eine Anfang 2026 von dem Düsseldorfer Marktforschungsinstitut BauInfoConsult durchgeführte Telefonbefragung unter 125 Bauunternehmen in Deutschland. Demnach nehmen 16 Prozent der Befragten den Fachkräftemangel bei ihren Projektpartnern sogar als „extrem“ wahr. Weitere 25 Prozent berichten von „einigen Problemen“. Damit sind 41 Prozent der Unternehmen mit erheblichen oder extremen Engpässen bei anderen Projektbeteiligten konfrontiert. Lediglich vier Prozent beobachten überhaupt keinen Fachkräftemangel. Damit zeigt die aktuelle Untersuchung, dass die Situation kein Einzelfall ist. Konkret berichten sogar 96 Prozent der befragten Bauunternehmen von Personalengpässen bei beteiligten Partnerfirmen. Hoffnung setzen die Betriebe zunehmend auf technische Lösungen und Digitalisierung, womit fehlende Arbeitskräfte zumindest teilweise kompensiert werden sollen.
Fachkräftemangel trifft viele Baugewerke
Dabei konzentriert sich der Fachkräftemangel am Bau längst nicht mehr auf einzelne Gewerke. Nach den Erfahrungen der befragten Bauunternehmen fehlen insbesondere Maurer, Zimmerer, Bautischler sowie Beton- und Schalungsbauer. Doch auch Dachdecker, Maler sowie Fachkräfte aus dem SHK- und Elektrohandwerk sind knapp. Damit kann sich der Personalmangel entlang der gesamten Wertschöpfungskette bemerkbar machen. Für die Unternehmen können solche Engpässe weitreichende Folgen haben. Denn fehlen bei Nachunternehmern und Projektpartnern die notwendigen Fachkräfte, können selbst ausreichend besetzte Betriebe unter Verzögerungen im Bauablauf leiden. Der Fachkräftemangel wird damit zunehmend zu einem projektübergreifenden Risiko für die Bauwirtschaft.
Technik soll fehlende Fachkräfte kompensieren
Eine schnelle Entspannung auf dem Arbeitsmarkt zeichnet sich kaum ab. Zwar bleiben eine höhere Attraktivität der Bauberufe und die Gewinnung zusätzlicher Auszubildender wichtige Stellschrauben. Der demografische Wandel setzt diesem Ansatz jedoch Grenzen. Deshalb richten viele Unternehmen ihren Blick verstärkt auf technische Innovationen. Besonders große Erwartungen verbinden die befragten Bauprofis mit Vorfertigung, Robotik, Automatisierung und digitalen Planungstools. Die Technologien können Fachkräfte zwar nicht vollständig ersetzen, Arbeitsabläufe jedoch produktiver gestalten und vorhandenes Personal entlasten. Damit gewinnt die Digitalisierung am Bau neben Kosten, Qualität und Geschwindigkeit einen weiteren strategischen Stellenwert: Sie könnte helfen, Bauleistung trotz schrumpfender Personalressourcen aufrechtzuerhalten.


















der Fachkräftemangel wird dann verschwinden,wenn Firmeninhaber sich ein Beispiel an Robert Bosch nehmen,dass gute Mitarbeiter gut bezahlt und gut behandelt werden möchten.