Fachkräftemangel am Bau: neue Plattform geht innovative Wege

Fachkräftemangel am Bau: neue Plattform geht innovative Wege
Foto: Molteo

Der anhaltende Fachkräftemangel belastet die Bauwirtschaft und weitet sich immer mehr zu einem Geschäftsrisiko aus. Daher sind neue Wege in Bezug auf die Fachkräftebeschaffung gefragt. Eine neue Plattform ermöglicht es Bauunternehmen und Handwerksbetrieben, gezielt nach geeigneten Fachkräften zu suchen. Dabei ist die Nutzung für Fachkräfte am Anfang anonym möglich, um die Übereinstimmung im Vorfeld unverbindlich überprüfen zu können.

Der Mangel an Fachkräften hat sich für viele Unternehmen in der Bauwirtschaft zu einem ernsten Geschäftsrisiko ausgeweitet. Aus diesem Grund wurde jetzt die Plattform Crafthunt gegründet. Hier können Bauunternehmen und Handwerksbetriebe gezielt um Fachkräfte werben. Dabei werden nicht nur einfache Stellenanzeigen veröffentlicht, sondern die Unternehmen haben die Möglichkeit, sich persönlich und authentisch zu präsentieren. Dies erhöht die Chance, neue Fachkräfte anzulocken. Dabei besteht das Ziel vor allem darin, dass sich die Unternehmen als attraktive Arbeitgeber präsentieren, um so gezielt die passenden Fachkräfte finden zu können. Das erspart Arbeitgebern wie Arbeitnehmern viel Arbeit und unterscheidet sich damit von den klassischen Konzepten, bei denen sich viele Interessierte auf wenige Stellen bewerben.

Crafthunt – wo Bauunternehmen gezielt nach Bautalenten suchen

Das Startup Molteo hat das Potenzial erkannt und ist im Jahr 2018 mit dem Leitsatz „Gewinne den Mitarbeiter“ gestartet. Die Menschen auf den Baustellen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Software weiterentwickeln konnte. Dieses Wissen hat Molteo genutzt. Für Fachkräfte ist es jetzt einfacher denn je, ein Unternehmen zu finden, das wirklich zu ihnen passt. Dabei erfolgt die Nutzung in der Anfangsphase komplett anonym. Wechselwillige Fachkräfte können von suchenden Betrieben angesprochen werden und sich das Angebot ganz unverbindlich überlegen. Ihr laufendes Arbeitsverhältnis gerät damit nicht in Gefahr.

Ansprechen statt bewerben lassen

Bei der neuen Plattform treiben den Geschäftsführer von Molteo und Crafthunter, Jonas Stamm, unterschiedliche Beweggründe an. „Ich wünsche mir, dass die Baubranche und das Handwerk wieder das Image bekommen, das sie einmal hatten. Hier schaffen Menschen echte Werte mit ihrem Können“, so der 30-jährige Unternehmer. „Dazu finde ich es wichtig, dass Fachkräfte ihre Ergebnisse und Leistungen präsentieren können, und zwar aus dem echten Leben.“ Weiter erklärt er, dass HWK-Zertifikate und Abschlüsse der Uni nicht gerade aussagekräftig sind. Diese lassen leider außer Acht, dass die Menschen durch die tägliche Arbeit mehr Fachkompetenz haben, als die Zertifikate aussagen.

Den Fachkräftemangel nachhaltig bekämpfen

Denn für die Unternehmen sind tatsächlich meist andere Fakten relevant. Dazu zählen zum Beispiel, mit welchen Maschinen der Mitarbeiter gearbeitet hat, ob er in leitender Position tätig war, welche Führerscheine er besitzt und andere Dinge mehr. Im Gegenzug dazu geben die Unternehmen Daten von sich preis, die interessant für die Arbeitnehmer sind. Dazu gehören die Projekte, an denen das Unternehmen gerade arbeitet, wie groß die Teams sind, die Entfernung zur Baustelle und wie alt der Maschinenpark ist. Dadurch können sich die Bauunternehmen und Handwerksbetriebe auf dieser Plattform authentisch präsentieren. Wenn beide Seiten ehrlich sind, können viele Stellen besetzt und dem Fachkräftemangel damit entgegengewirkt werden. Eine weitere Möglichkeit, die Crafthunt bietet, ist ein Molteo Banner, der auf der Baustelle aufgehängt wird. Darauf ist ein QR-Code zu finden, der den Bewerbern die direkte Bewerbung ermöglicht. Mit dieser Plattform erhofft man sich, den Fachkräftemangel mittelfristig zu bekämpfen und Existenzen damit zu sichern.

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